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Anton F. Börner ist Präsident des Außenhandelsverbands BGA.

BGA-Chef weist Kritik an Exportüberschuss zurück

Bremen - Deutschlands Exporte wachsen und wachsen - zum Ärger anderer Länder. Jetzt hat der Präsident des Außenhandelsverbands BGA erneut Kritik an der deutschen Außenhandelsstärke zurückgewiesen.

Der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Anton F. Börner, hat die jüngste Kritik an den deutschen Exportüberschüssen erneut zurückgewiesen. „Die Kunden ordern unsere Waren nicht, weil wir Deutsche sind, sondern weil wir gut sind“, sagte er zum Auftakt des 10. Deutschen Außenhandelstags am Dienstag in Bremen.

Börner appellierte an die südeuropäischen Länder, ihre Reformen umzusetzen, wettbewerbsfähiger zu werden und sich anzustrengen. Dann werde der Außenhandelsüberschuss in Deutschland bald kleiner werden. Deutschland wird seiner Überzeugung nach niemals ein so konsumorientiertes Land werden wie die USA.

Börner warnte davor, wegen des NSA-Abhöraffäre die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA auszusetzen. „Wer glaubt, dass sich dadurch etwas ändert, ist naiv.“ Der Verbandspräsident plädierte für Verhandlungen und ein Abkommen gegen Spionage. Es dürfe nichts unternommen werden, was der Wirtschaft schade.

Der Außenwirtschaftstag, zu dem mehrere hundert Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft nach Bremen kamen, befasste sich in Arbeitsgruppen mit den Themen Berufsbildung, Gesundheitswirtschaft und Mega-Cities. Auf allen Feldern bieten sich nach Börners Überzeugung weltweit gute Chancen für deutsche Unternehmen, ihr Wissen zu vermarkten. Der Export von Dienstleistungen wachse jährlich um sieben Prozent. Die deutschen Unternehmen seien besonders gut darin, komplexe Systemlösungen zu finden und zu optimieren.

dpa

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