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Hat laut BGH eine marktbeherrschende Stellung: der Energiekonzern E. ON .

BGH: E.ON hat marktbeherrschende Stellung auf dem Strommarkt

Karlsruhe/Düsseldorf - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einer weiteren Ausdehnung des größten deutschen Energiekonzerns E.ON auf dem heimischen Markt einen Riegel vorgeschoben.

E.ON habe zusammen mit RWE in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung, heißt es in der am Dienstag verkündeten Entscheidung. Mit dieser Begründung untersagte der BGH-Kartellsenat dem Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung an den Stadtwerken Eschwege. Das Urteil wird Auswirkungen auf weitere Fusionspläne des Konzerns haben.

E.ON verwies in einer ersten Reaktion darauf, das Urteil beruhe auf der Lage des Jahres 2003. “Die Energielandschaft hat sich schon deutlich geändert“, sagte ein Konzernsprecher in Düsseldorf der dpa am Dienstag. Auf den Ebenen Erzeugung, Verteilung und Endkundengeschäft sei einiges in Bewegung gekommen. So habe E.ON mit der EU die Abgabe von Höchstspannungsnetzen und Kraftwerkskapazitäten vereinbart.

Nach den Worten des Karlsruher Gerichts verfolgen E.ON und RWE als Marktführer die Strategie, an zahlreichen Stadtwerken und sonstigen Stromversorgern Minderheitsbeteiligungen zu erwerben, um so ihre Absatzgebiete zu sichern. Zusammen halten sie nach BGH-Angaben schon jetzt Beteiligungen an mehr als 200 Unternehmen. “Zusätzliche Beteiligungen würden den Wettbewerb einschränken“, entschied der BGH. Damit bestätigte das Gericht eine Verfügung des Bundeskartellamts.

dpa

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