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BGH fordert mehr Transparenz bei Vergleichsportalen.

Mehr Transparenz

BGH-Urteil zu Vergleichsportalen stärkt Verbraucher 

Karlsruhe - Strom, Hotel und sogar Bestattungen - Preise lassen sich im Internet schnell vergleichen. Doch sind die Portale wirklich unabhängig? Der BGH hat nun einen besonderen Fall entschieden. 

Preisvergleichsportale im Internet müssen ihre Nutzer darauf aufmerksam machen, wenn sie nicht sämtliche Anbieter, sondern nur ausgewählte Unternehmen berücksichtigen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag entschieden.

Der Verbraucher rechne damit, dass er auf solchen Seiten einen schnellen Überblick über den gesamten Markt bekomme, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Büscher. Das beeinflusse auch seine Entscheidung.

Klage des Bundesverbandes der Bestatter 

Der Bundesverband Deutscher Bestatter hatte den Betreiber der Seite Bestattungsvergleich.de verklagt. Dort wurden nur diejenigen Anbieter gelistet, die sich zur Zahlung einer Provision bereiterklärten. Nachlesen konnte man das nur im Geschäftskunden-Bereich der Seite. Das ist zu wenig. (Az. I ZR 55/16)

Selbst für Bestattungen lassen sich die Preise inzwischen im Internet vergleichen.

Welche Bedeutung hat das BGH-Urteil für Preisvergleichportale?

Die Entscheidung zu einem Preisvergleichsportal von Bestattungsunternehmen betrifft alle Portale mit entsprechenden Provisionsvereinbarungen. 

Ihre Betreiber sind laut Urteil nun verpflichtet, die Information zu Provisionen von gelisteten Unternehmen auf ihren Internetseiten so deutlich anzuzeigen, "dass der Verbraucher sie zur Kenntnis nehmen kann", heißt es in dem Urteil.


dpa/Afp

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