+
Eine Kellnerin trägt in München auf dem Oktoberfest Maßkrüge durch die Menschenmenge im Bierzelt

Nur 96,5 Millionen Hektoliter

Niedrigster Bierkonsum seit Wiedervereinigung

Wiesbaden - Die Deutschen trinken immer weniger Bier. 2012 wurde so wenig Gerstensaft verkauft seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die Anzahl der Hektoliter ist dennoch beeindruckend.

Der Bierabsatz in Deutschland ist 2012 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager setzten insgesamt rund 96,5 Millionen Hektoliter Bier ab, wie das Statistisches Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,8 Prozent beziehungsweise 1,8 Millionen Hektoliter weniger als ein Jahr zuvor. Alkoholfreie Biere, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier sind hierin nicht enthalten.

Damit setzt sich ein langanhaltender Trend fort: In Deutschland wird immer weniger Bier getrunken. Das letzte Miniplus beim Absatz verzeichneten die Brauereien und Bierlager 2006. Damals verkauften sie noch knapp 107 Millionen Hektoliter Bier, 2009 erreichten sie zum bislang letzten Mal die 100-Millionen-Hektoliter-Marke.

Die Bier-Hitliste: Diese Marken sind am beliebtesten

Die Bier-Hitliste: Diese Marken sind am beliebtesten

Biermischungen - mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - machten 2012 mit 4,3 Millionen Hektolitern 4,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.

Die deutschen Brauereien machen mit 83,9 Prozent noch immer den Löwenanteil ihres Geschäfts im Inland. Mit 81,0 Millionen Hektoliter sank der Absatz allerdings zum Vorjahr um 2,1 Prozent.

Steuerfrei als Haustrunk oder für den Export wurden 15,5 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Ein kleines Minus von 0,3 Prozent gegenüber 2011. Davon gingen 11,0 Millionen Hektoliter (- 2,0 Prozent) in EU-Länder und 4,3 Millionen Hektoliter (+ 4,6 Prozent) in Drittländer. Weitere 0,2 Millionen Hektoliter (- 4,3 Prozent) gingen unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Am meisten Bier floss wie in den Vorjahren in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Mehr als ein Viertel des Inlandsabsatzes (26 Prozent) geht auf das Konto von NRW, über ein Fünftel (22 Prozent) wurde in Bayern verkauft. Den höchsten Bierabsatz im Ausland erzielten mit einem Anteil von 27,6 Prozent Brauereien und Bierlager mit Sitz in Bayern.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Problemflieger A400M lässt Airbus-Gewinn einbrechen
Schon wieder neue Milliardenkosten: Das Transportflugzeug A400M bereitet Airbus Sorgen ohne Ende. Nun setzt der Chef des Flugzeugbauers die Käuferstaaten unter Druck - …
Problemflieger A400M lässt Airbus-Gewinn einbrechen
Bayer für Milliardendeal gewappnet
Bayer-Chef Baumann hält an seinem Zeitplan fest: Bis zum Jahresende soll der Erwerb des US-Saatgutriesen Monsanto abgeschlossen sein - und das laufende Geschäft mit …
Bayer für Milliardendeal gewappnet
„Capri-Sonne“ verschwindet vom Markt - und Harry G grantelt in neuem Video
München - Ab sofort heißt die Capri-Sonne nicht mehr Capri-Sonne, sondern Capri-Sun. Fans des Kultgetränks finden das gar nicht gut, und auch Harry G ist empört und …
„Capri-Sonne“ verschwindet vom Markt - und Harry G grantelt in neuem Video
Fresenius erreicht wieder Rekordjahr
Der Gesundheitskonzern Fresenius legt 2016 das 13. Rekordjahr in Folge hin. Nun peilt er auch mit Übernahmen weitere Höchststände an - trotz Unsicherheiten über Trump in …
Fresenius erreicht wieder Rekordjahr

Kommentare