Bier-Riese Inbev mit Ertragsproblemen

- München/Löwen - Der weltgrößte Braukonzern Inbev hat auf Europas wichtigstem Biermarkt Deutschland Ertragsprobleme. "Derzeit gibt es keine Pläne, Brauereien in Deutschland zu schließen", versicherte Konzernchef John Brock in Löwen bei Brüssel. Bezogen auf das verkaufte Volumen sei das Geschäft in Deutschland nur halb so profitabel wie im restlichen Europa. Inbev ist der zweitgrößte Brauer in Deutschland; der Konzern führt Beck/s, Gilde, Wolters, Hasseröder, Diebels und seit dem Herbst 2004 auch Spaten, Franziskaner, Löwenbräu, Dinkelacker und Schwaben-Bräu.

<P>Wegen Zukäufen stieg der Marktanteil des Konzerns in Deutschland insgesamt um 2,3 Punkte auf 9,6 Prozent. Bereinigt um diesen Effekt ging der Anteil leicht zurück. Beim Unternehmensumbau wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 100 Stellen abgebaut. Zahlen zu Beschäftigten und Spartenumsätzen in Deutschland wurden nicht genannt.<BR><BR>Auf die Frage zu möglichen weiteren Brauereikäufen in Deutschland sagte er: "Wenn sich eine gute Möglichkeit bietet, werden wir einen Blick darauf werfen." Inbev führt derzeit noch weltweit 114 Bierfabriken.<BR><BR>Der Umsatz wuchs 2004 um über 21 Prozent auf 8,568 Milliarden Euro; das Wachstum aus eigener Kraft betrug 4,3 Prozent. Der Vorsteuergewinn betrug 1,16 Milliarden Euro nach 0,74 Milliarden Euro zuvor. Die Dividende soll auf 0,39 Cent nach 0,36 Cent zuvor steigen. Etwa 30 Prozent der Anteile werden an der Börse gehandelt, der Rest ist in Familienbesitz.</P>

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