EU bietet Arbeitslosen Mikrokredite an

Barcelona - Die Europäische Union will arbeitslosen Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen helfen. Dafür greift sie jetzt tief in die Tasche.

Geplant sei die Bereitstellung von Mikrokrediten zur Existenzgründung, teilte EU-Arbeits- und Sozialkommissar Vladimir Spidla am Freitag in Barcelona mit. Rund 100 Millionen Euro stünden dafür bereit, ergänzte er nach einem informellen Treffen der EU-Arbeits- und Sozialminister in der spanischen Mittelmeermetropole.

Die Kredite sollen von der Europäischen Investitionsbank (EIB) an jugendliche Erwerbslose und Langzeitarbeitslose vergeben werden, die ein eigenes Geschäft aufmachen oder eine kleine Firma gründen wollen. Die Privatbanken verweigerten diesen Menschen oftmals die nötige Finanzierung. Die Initiative soll nun von der spanischen EU-Ratspräsidentschaft ausgearbeitet und in wenigen Wochen vorgestellt werden. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag bekanntgab, hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ein Rekordniveau erreicht.

In den 16 Euro-Ländern lag die Quote im Dezember bei zehn Prozent, in der gesamten Europäischen Union bei 9,6 Prozent. In beiden Fällen bedeutet dies einen Anstieg im Vormonatsvergleich um 0,1 Prozentpunkt.

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