Bilfinger mit Rückenwind

- Mannheim - Mit starkem Rückenwind aus dem Dienstleistungsgeschäft peilt Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger 2006 einen Rekord bei der Bauleistung und ein zweistelliges Ergebnisplus an. Das Gewicht der Dienstleistungssparte im baunahen Bereich werde bei dem MDAX-Unternehmen weiter zunehmen, sagte Vorstandschef Herbert Bodner am Mittwoch in Mannheim. Mit Zuwächsen sei im laufendenden Geschäftsjahr aber auch wieder im Baugeschäft zu rechnen. Bodner zeigte sich zuversichtlich, dass die Talsohle in der deutschen Baubranche 2007 erreicht wird.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet das Mannheimer Unternehmen bei der Bauleistung einen Wert von mindestens 7,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,06 Mrd). Eine exakte Ergebnisprognose wollte der Vorsitzende zwar nicht nennen. Bodner kündigte jedoch eine zweistellige Steigerung beim Überschuss und einen "deutlichen Sprung" beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) an. Bilfinger Berger hatte zuvor ein Überschussziel für 2007 von 100 Millionen Euro genannt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Baukonzern das Nachsteuerergebnis von 51 Millionen im Vorjahr auf 66 Millionen Euro ausgebaut. Das EBITA erhöhte sich von 81 auf 115 Millionen Euro. Der Auftragseingang stieg im Jahr 2005 nach Angaben von Bodner um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,5 Milliarden Euro. Beim Auftragsbestand gab es ein Plus um zehn Prozent auf 7 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter kletterte von rund 49 800 auf 55 300 Beschäftigte.

Wachstumstreiber sei im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem das Dienstleistungsgeschäft gewesen, sagte der Vorstandschef. Der Ausbau des Geschäftsfeldes durch organisches Wachstum und gezielte Akquisitionen habe 2006 unverändert eine hohe Priorität für Bilfinger Berger. "Dafür verfügen wir über erheblichen finanziellen Spielraum." Bodner teilte in Mannheim die Übernahme der Ahr-Gruppe in Oberhausen mit. Die Gesellschaft ist auf integrierte Dienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisiert und betreut den Angaben zufolge rund 200 Krankenhäuser und Seniorenheime. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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