Billigauto rettet Renault das Jahr

- Paris - Das Billigmodell "Logan" hat dem französischem Autobauer Renault einen versöhnlichen Jahresabschluss beschert. Der Wagen, der unter anderem in Osteuropa ab 5000 Euro angeboten wird, verkaufte sich prächtig, während die Nachfrage nach der Kernmarke nachließ.

Unterm Strich stieg der Absatz im Jahr 2005 um 1,7 Prozent auf 2,53 Millionen Autos, wie der Konzern mitteilte. Damit wurde erstmals die Marke von 2,5 Millionen Fahrzeugen überschritten.

Dabei ging die Anzahl der verkauften Renaults um 2,6 Prozent auf knapp 2,25 Millionen Fahrzeuge. In West- und Mitteleuropa sank der Absatz sogar um 4,6 Prozent. Der Marktanteil fiel von 10,8 auf 10,3 Prozent. Grund dafür: Der Flop des Kleinwagens "Modus" und das Altern des Erfolgsmodells "M gane" bei, das aber das meistverkaufte Auto in Westeuropa bleibt.

In der übrigen Welt hingegen legte Renault um 11,4 Prozent zu. So wuchs die koreanische Marke Samsung um 40 Prozent auf 119 000 Autos. Noch besser machte sich der rumänische Hersteller Dacia, der ebenfalls zum französischen Konzern gehört: Der Absatz stieg dank des "Logan" um 70 Prozent auf 163 723 Fahrzeuge.

Ein Auto für 7500 Euro: Den Deutschen zu günstig?

Die spartanisch ausgestattete Stufenhecklimousine kam vor eineinhalb Jahren in Osteuropa, Lateinamerika, Russland und China auf den Markt. Seit Sommer 2005 wird sie ab 7500 Euro auch in Deutschland verkauft. Experten zweifeln allerdings, dass der Wagen bei den anspruchsvollen Konsumenten auch hierzulande zum Verkaufsschlager wird.

Im laufenden Jahr will Renault mit dem neuen "Clio" auch in West- und Mitteleuropa wieder nach vorn fahren. Wachstumsschübe werden nur in Osteuropa und Übersee erwartet.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax kann Marke von 13 000 Punkten nicht halten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger sind am Dienstag in den letzten Handelsminuten in Deckung gegangen. Der Dax beendete den Tag 0,07 Prozent tiefer bei 12 995,06 Punkten.
Dax kann Marke von 13 000 Punkten nicht halten
Banken und Unternehmen machen Druck auf Brexit-Unterhändler
Je länger sich die Brexit-Verhandlungen hinziehen, desto schwieriger wird es für Unternehmen zu planen. Deshalb macht die Wirtschaft zunehmend Druck. Vor allem die …
Banken und Unternehmen machen Druck auf Brexit-Unterhändler
Staat verdient mehr an Rauchern
Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Fiskus hat mehr an Rauchern verdient. Im dritten Quartal wurden 7,2 Prozent mehr versteuerte Zigaretten produziert als im …
Staat verdient mehr an Rauchern
ZEW-Konjunkturerwartungen steigen weiter
Mannheim (dpa) - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten für das kommende halbe Jahr haben sich im Oktober weiter verbessert.
ZEW-Konjunkturerwartungen steigen weiter

Kommentare