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Der Sonne entgegen: Wer im Internet richtig sucht, kann bei Flügen viel Geld sparen. Aber man sollte immer mehrere Portale nutzen, weil kein einziges in jedem Fall die günstigste Verbindung findet.

Billigflüge: Mit Preisportalen günstiger abheben

Sie lotsen einen durch den Tarifdschungel im Luftverkehr. Doch Flugpreis-Vergleichsportale im Internet halten nicht immer, was sie versprechen. Selbst die besten bieten nicht nur Volltreffer.

Einen Billigflug von Frankfurt nach Bangkok an einem bestimmten Tag kann man bereits für 590 Euro bekommen. Für die gleiche Strecke am gleichen Tag kann man aber auch 851 Euro als billigstes Angebot finden. Es kommt darauf an, auf welches Flugpreisportal im Internet man sich verlässt. Immerhin vier von sieben Suchmaschinen, die die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen hat, fanden den günstigsten Flug, der von Emirates durchgeführt wurde. Zwei davon aber fanden diesen Flug nur mit 10 Euro Aufschlag als Angebot von Expedia.

Auch der Beste patzte

Die Suchmaschinen haben keine eigene Buchungsmöglichkeit. Sie leiten nur zu den entsprechenden Seiten von Reiseportalen oder Fluggesellschaften weiter. Insgesamt haben die Tester Angebote für zehn Flüge gesucht. Das Ergebnis: Kein einziges Portal fand immer den tatsächlich billigsten Preis heraus. Selbst Testsieger billigflieger.de patzte beim Bangkok-Flug und bot als günstigstes Angebot nur eines für 650 Euro an. Doch für alle zehn Flüge hätten die Tester bei billigflieger.de mit 2634 Euro insgesamt am wenigsten bezahlt.

Das Portal billiger-reisen.de beispielsweise war mit 3033 Euro Gesamtpreis um rund 400 Euro teurer – und damit das schwächste untersuchte Portal. Es lieferte „in der Mehrzahl Flops“, urteilten die Tester. Und es sei „verdächtig oft“ auf der Seite von „Traveltopia“ fündig geworden, obwohl die entsprechenden Flüge gar nicht so günstig gewesen seien. „Weniger empfehlenswert“, sagen die Tester abschließend.

Mehrfach suchen

Doch auch die nicht so treffsicheren Seiten können im Einzelfall günstiger sein. Denn jede Seite arbeitet nur mit einer begrenzten Zahl von Anbietern. Der Rat der Tester: „Immer mehrere Suchmaschinen heranziehen.“ Die Angebote, die man dann tatsächlich buchen kann, sind manchmal heimlich mit Zusatzkosten versehen. So ist in mehreren Fällen der Abschluss einer Reiseversicherung voreingestellt. Kauft man einen Flug auf einer dieser Seiten ohne gründliche Prüfung, hat man gleichzeitig die Police geordert. Solche Voreinstellungen sollte man deaktivieren.

Lange voraus buchen

Am billigsten fliegt, wer langfristig planen kann. Bei innerdeutschen Flügen sollte man nach Möglichkeit mindestens zehn Wochen vor Abflug buchen. Dann kann man sich rund 50 Prozent vom Preis sparen. Kurz vor dem Abflug wird es dagegen richtig teuer. Auch die Wahl des Wochentags hat einen Einfluss auf den Preis, den man erzielen kann. Als günstigster Abflugtag gilt der Freitag mit durchschnittlich um acht Prozent günstigeren Flügen. Für den Rückflug empfiehlt sich Sparfüchsen der Sonntag oder Montag.

Preisaufschläge

Manche Zusatzkosten können die Preisportale gar nicht berücksichtigen. So zahlt man bei vielen Billigfliegern für Gepäckstücke extra. Bei Ryanair werden Reisen mit Kleinkindern teurer, weil man kostenpflichtig am Schalter einchecken muss.

Direkt suchen

Wer sich nur auf die Billig-Flugportale verlässt, läuft Gefahr, viele wirklich günstige Angebote zu verpassen. Oft findet man auch direkt bei den Fluggesellschaften Schäppchenpreise, die von den Suchmaschinen gar nicht erfasst werden.

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