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Biodiesel und Erdgas: So kann man sich das teure Benzin sparen

- Der Umstieg auf Biodiesel oder Gasantrieb wird für immer mehr Autofahrer zur lohnenden Alternative, weil sie erheblich billiger tanken können. Umsteiger auf Erdgas kommen zudem in den Genuss von Fördermitteln durch die Energieversorger.

<P>Millionen Pendler stöhnen über die hohen Spritpreise: Diesel kostet vielerorts mehr als einen Euro pro Liter, für Superbenzin müssen schon mal um die 1,20 Euro bezahlt werden, das sind 20 Cent mehr pro Liter als vor gut zwei Jahren. Zumindest Diesel-Fahrer aber haben die Chance, wieder zu Preisen wie vor mehr als zwei Jahren zu tanken: Indem sie auf Biodiesel umsteigen.</P><P>Bio-Diesel</P><P>An rund 1700 Tankstellen bundesweit ist dieser Treibstoff zu bekommen. Er ist bis zu 20 Cent pro Liter billiger als herkömmlicher Diesel. Aber nicht jeder Dieselmotor verträgt den korrekt Rapsöl-Methylester (RME) genannten Stoff. RME ist aggressiv und kann die Treibstoffleitungen angreifen. Aber fast jeder zweite Diesel-Pkw hierzulande verkraftet Biodiesel. </P><P>Denn der Volkswagen-Konzern mit seinen Marken Audi, Seat, Skoda und VW (Marktanteil an allen Diesel-Pkw: fast 40 Prozent) hat seine Fahrzeuge ab Baujahr 1996 für Biodiesel freigegeben. Auch BMW und Mercedes machten ihre Modelle der Dreier- und Fünfer-Reihe sowie der C- und E-Klasse zumindest zeitweise Biodieseltauglich. Man muss - je nach Fahrweise - aber mit einem etwas höheren Verbrauch rechnen. Biodiesel ist perfekt für Vielfahrer mit gemäßigter Fahrweise. Man kann ihn bedenkenlos mit herkömmlichem Diesel mischen.</P><P>Wer keine Überraschungen erleben möchte, sollte nur genormte Qualität (erkennbar am Aufkleber "DIN EN 14214") tanken.</P><P>Erdgas</P><P>Ein größerer Schritt ist beim Umstieg auf ein gasbetriebenes Auto nötig. Zwar konnte sich das vor allen in den Beneluxländern weit verbreitete Autogas in Deutschland nie so recht durchsetzen. Aber Erdgas ist stark im Kommen. Acht Autohersteller bieten derzeit 13 verschiedene Modelle an, erkennbar an Kürzeln wie CNG (Compressed Natural Gas) oder Bi-Fuel. Die Autos werden mit verflüssigtem Erdgas betankt. Sie haben einen zusätzlichen Benzintank.</P><P>Anfang Oktober wurde die 500. Erdgastankstelle in Deutschland eröffnet. "Unser Ziel ist, dass im Jahr 2007 über 1000 Markentankstellen den Autofahrern Erdgas anbieten. Damit wäre die Versorgung für etwa eine Million Fahrzeuge sichergestellt", sagt Gerhard Gabriel, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft. Die Besitzer von Erdgasautos müssen zunächst tief in die Tasche greifen. </P><P>Zwischen 1870 (Ford Focus) und rund 4000 (Golf Variant) Euro kostet das Gasmodell mehr als der Benziner. Deutlich niedrigere Tankkosten versüßen den Mehrpreis. Die Steuerbefreiung für Erdgas wurde bis zum Jahr 2020 verlängert. Ein Kilogramm Gas (CNG wird in Kilo angegeben) kostet rund 70 Cent und hat den Energiewert von rund 1,5 Litern Benzin. Dadurch liegen die Treibstoffkosten bei deutlich weniger als der Hälfte.</P><P>So kosten 100 Kilometer mit dem Opel Zafira CNG 3,78 Euro; läuft hingegen Benzin durch die Leitungen, sind es 10,94 Euro, ermittelte das Fachmagazin "Firmen-Auto". Immerhin lässt sich beim Zafira innerhalb von rund zwei Jahren der Mehrpreis wieder hereinfahren. Nicht eingerechnet sind Fördermittel lokaler Versorgungsanbieter. Bis zu 2500 Euro Zuschuss für die Anschaffung sowie Tankguthaben offerieren Versorger. So unterstützt auch die Erdgas Südbayern, deren Versorgungsgebiet weite Teile Nieder- und Oberbayerns umfasst, den Käufer eines Erdgasautos mit einem Tankguthaben in Höhe von 400 Euro.</P><P>Auch die Stadtwerke München, Versorger in der Landeshauptstadt und einigen Umlandgemeinden, haben ein Programm in Planung, um "im Rahmen einer breit angelegten Offensive die Nutzung von Erdgas als umweltfreundlichem Treibstoff zu fördern", erklärt Unternehmenssprecherin Bettina Hess. Details des Programms stehen noch nicht fest. Tipp für Käufer: Bei den Stadtwerken nachhaken, ob es schon Förderung gibt.</P>

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