Bionade darf nicht mit Kalzium und Magnesium werben

Düsseldorf/Ostheim - Die Öko-Limonade Bionade darf nicht mehr damit beworben werden, kalzium- und magnesiumreich zu sein. Das Düsseldorfer Landgericht habe eine entsprechende einstweilige Verfügung erlassen, bestätigte eine Gerichtssprecherin am Freitag auf Anfrage.

Bei der Bionade GmbH in Ostheim vor der Rhön (Landkreis Rhön-Grabfeld) hieß es, die Gerichtsentscheidung sei dem Unternehmen nicht bekannt. Ob die Verfügung auch einen Auslieferungs- und Verkaufsstopp für Bionade-Flaschen mit entsprechenden Angaben bedeutet, sagte die Gerichtssprecherin nicht.

Die Verfügung war auf Betreiben der konkurrierenden Landwert Bio Premium GmbH (Stralsund) erlassen worden, die zur Nordmann-Gruppe gehört. Das Unternehmen teilte mit, das gerichtliche Verbot stütze sich auf eine EG-Verordnung, die vorschreibe, dass mit einem Gehalt an Magnesium oder Kalzium nur geworben werden dürfe, wenn in dem fraglichen Produkt Mindestmengen dieser Mineralstoffe vorhanden seien. Die Minimalvorgaben des Gesetzgebers würden jedoch von den Bionade-Getränken bei weitem nicht erreicht.

Ab sofort müssten von der Bionade GmbH sämtliche Hinweise auf den Gehalt an Kalzium und Magnesium von allen Flaschenetiketten, in Internetauftritten sowie in allen Werbemitteln entfernt werden.

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