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Ein Mitarbeiter sortiert Birkenstock-Schuhe.

Schuhhersteller beendet Zusammenarbeit

Birkenstock ist wütend auf Amazon und stoppt dort den Verkauf

Birkenstock stoppt den Verkauf seiner Produkte nun auch auf den europäischen Seiten des Online-Händlers Amazon. Der Händler hat einen guten Grund, wütend und enttäuscht zu sein. 

Nach Ansicht des Schuhherstellers geht Amazon nicht energisch genug gegen Produktfälschungen oder den Missbrauch des Birkenstock-Logos vor. „Mit allem Nachdruck versuchen wir seit langem auf internationaler Ebene Amazon dazu zu bewegen, seiner Verantwortung als Betreiber des weltweit größten Online-Marktplatzes nachzukommen“, heißt es in einem Schreiben der Birkenstock-Geschäftsführung an die Belegschaft, das der dpa vorliegt. Zuerst hatte die „Bild am Sonntag“ berichtet.

Bereits Mitte 2016 hatte der Schuhhersteller den Vertrieb auf den US-Seiten von Amazon eingestellt. Nun werde zum 1. Januar die Belieferung auch in Europa komplett beendet. Offiziell wollte sich das Unternehmen aus Neustadt/Wiedt nicht äußern. Amazon lehnte in der „Bild am Sonntag“ konkrete Erklärungen zu Kundenbeziehungen ab, betonte aber, man toleriere Produktfälschung grundsätzlich nicht.

Die Zusammenarbeit von Birkenstock mit anderen Online-Händlern ist von dem Schritt nicht betroffen. Den weitaus größten Teil seiner Geschäfte macht der Schuhhersteller nach Schätzungen aus Branchenkreisen nach wie vor im stationären Handel, also in Läden oder Kaufhäusern und nicht im Netz.

Darum sind deutsche Retro-Marken wie Birkenstock erfolgreich

Weck-Gläser, Leica-Kameras oder Birkenstock-Sandalen: Viele Produkte deutscher Traditionsmarken sind plötzlich wieder angesagt - während sie vor wenigen Jahren noch als altmodisch galten. Warum ist das so?

dpa

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