BMW-Logo: Der Konzern sorgt mit einem neuen Design-Element weltweit für Aufsehen.
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BMW-Logo: Der Konzern sorgt mit einem neuen Design-Element weltweit für Aufsehen.

Heftige Reaktionen

BMW: Neuauflage eines Klassikers fällt bei Fans völlig durch - „Ich würde mich extrem schämen“

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Bei BMW reißt die Kritik an der Neugestaltung der Frontpartie nicht ab. Auch ein Klassiker, dessen Geschichte bis in die Mitte der 80er Jahre zurückreicht, kriegt die umstrittene XXL-Niere. Fans sind entsetzt.

  • Beim Münchner Autobauer BMW gehört kraftvolles Design zum Marken-Kern.
  • Doch die Neugestaltung der berühmten BMW-Niere ist bei Fans hoch-umstritten.
  • Jetzt hat das Video zum bevorstehenden Marktstart eines absoluten Klassikers heftige Reaktionen ausgelöst.
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Update vom 16. Dezember, 10.22 Uhr - Die neue BMW-Niere sorgt im Web weiter für Aufsehen. „Sieht aus wie ein Esel mit Überbiss“, findet ein Leser auf Merkur.de. Selbst eingefleischte Markenfans zeigen sich entsetzt. „Ich fahre seit mehr als 30 Jahren BMW, mittlerweile den zwölften“, schreibt ein User auf Merkur.de. Aber mit „dieser Protzniere würde ich mich extrem schämen“. Angesichts dessen erwägt der Nutzer jetzt sogar die Höchststrafe: Sollte sich das Design nicht ändern, würde er, „wenn auch widerwillig, auf eine andere Marke umsteigen“.

Allerdings gibt es auch Nutzer, die den bayerischen Autobauer für seinen Mut loben. Er sei zwar zunächst „auch erschrocken“ als er die neue Frontpartie beim 4er gesehen habe, schreibt ein User, und habe sich „ein wenig vorschnell zu denselben negativen Äußerungen hinreißen lassen“. Doch je „länger ich mir den BMW ansehe (…) desto besser gefällt er mir.“ Dies sei eine Frage des Geschmacks, aber auch der Gewöhnung. Autos, die dem Mainstream sofort gefielen, seien häufig „ebenso schnell vergessen worden, wie sie bejubelt wurden“.

BMW: Neuauflage eines Klassikers fällt bei Fans durch - „Hässlich, Beleidigung, epischer Fehler“

Erstmeldung vom 15. Dezember, 12.14 Uhr – Kraftvolles Design gehört bei dem Münchner Autobauer BMW seit Jahrzehnten zum unverrückbaren Marken-Kern. Die Design-Geschichte des Konzerns ist voll von Ikonen, Mythen und Legenden. Es gibt den zeitlos schönen 328 Roadster, den Barock-anmutenden 502, die flotte 1600er Baureihe, den Z1, mit dem James Bond einst die Welt rettete oder den gerade in Rente geschickten E-Roadster i8.

Der Blick auf die Konzernhistorie zeigt: Die Bayern fahren beim Auftritt gerne mutig vorweg. Bei vielen Wettbewerbern ist das ganz anders. Bei manchen Modellwechseln können selbst Autokenner kaum noch erkennen, ob es sich um das neue Modell handelt oder doch nur um den betagten Vorgänger.

Hat es BMW in Sachen Design übertrieben?

Doch in Sachen Design haben es die Münchner nach Auffassung von Fans und Fachwelt zuletzt wohl übertrieben. Vor allem das neue Design der Frontpartie sorgt in der Szene seit gut zwei Jahren für heftige Kritik. Viele halten die Gestaltung der berühmten BMW-Niere wegen ihrer grotesken Größe schlicht für ein Desaster.

Nach dem Riesen-SUV X7 haben die Bayern auch dem 4er und den elektrischen i4 die neue Monster-Niere verpasst. Jetzt hat es auch das neue 4er Cabrio erwischt. Es soll ab März 2021 auf den Markt kommen - und erhält ebenfalls den polarisierenden XXL-Kühler. In den sozialen Netzwerken sorgt ein neues Werbevideo für den Frischluft-Flitzer jetzt für Entsetzen. „Hässlich, schrecklich, nicht zum Aushalten“, finden viele User das Design der Frontpartie.

BMW: User sehen Verstoß gegen Marken-Identität

Viele Nutzer sehen die Angelegenheit inzwischen sogar in historischen Dimensionen. „Epischer Design-Fehler“, „schlechtestes BMW-Design aller Zeiten“, heißt es in dem sozialen Netzwerk. Manche wittern sogar einen Verstoß gegen die konzern-eigene Identität: Die extrovertierte Frontpartie sei „eine Beleidigung des Markenerbes“, schreibt ein User. BMW dürfe „die „Marke bitte, bitte nicht zerstören“, fleht ein anderer.

Der Schuldige für die Entwicklung ist längst ausgemacht. BMW, heißt es in zahlreichen Posts, solle endlich seinen Design-Chef feuern. BMW-Design-Chef Adrian van Hoydoonk steht hingegen zu seiner extrovertierten Formensprache. Viele Kunden seien der Marke auch „emotional verbunden“, hatte der Niederländer bereits vor Jahresfrist dem Branchendienst Autocar gesagt – und zugleich Besserung gelobt. Als Unternehmen müsse man „sich ständig weiterentwickeln. Wenn man stehen bleibt, wird man ein leichtes Ziel.“ Das lässt sich trotz der Debatte um E-Mobilität auch über die hauseigenen Dieselmotoren sagen.

BMW: Tuner schrumpft BMW-Niere

Markenfans, die so lange nicht warten wollen, können sich demnächst womöglich auch selbst behelfen. Die Tuningfirma Prior hat unlängst einen Bausatz vorgestellt, der die umstrittene Frontpartie der 4er-Baureihe auf Normal-Größe eindampft. Ob der Bausatz in den Handel kommt, ist allerdings noch unklar.

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