BMW Zentrale in München.
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BMW Zentrale in München: Der Autobauer plant eine Überraschung.

Stammwerk in München

BMW plant Nachfolger für beliebtes Coupe-Modell - und eine faustdicke Überraschung

  • Thomas Schmidtutz
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BMW hat gerade sein Stammwerk in München fit für den voll-elektrischen i4 gemacht. Jetzt hat der Konzern bei dem viertürigen Coupé noch eine große Überraschung im Köcher.

  • BMW-Chef Oliver Zipse macht die Werke fit für die Zukunft.
  • Künftig sollen alle Antriebsarten auf einer Fertigungsstraße vom Band laufen.
  • In München will der Konzern künftig den i4 produzieren sowie ein neues Modell, das bislang noch nicht angekündigt wurde.

München - Der Münchner Autobauer BMW plant einen Nachfolger für den 4er Gran Coupé. Er soll auf der Karosserieform des voll-elektrischen Concept i4 aufsetzen und mit Verbrenner-Motoren auf den Markt kommen, erklärte ein BMW-Sprecher auf Anfrage von Merkur.de.

Einen konkreten Starttermin für den Nachfolger des 4er Gran Coupé ließ der BMW-Sprecher aber offen. Dafür sei es „noch zu früh“, hieß es. BMW hatte sich bislang öffentlich noch nicht zu einem möglichen Nachfolger für das viertürige Coupé geäußert. Der 4er Gran Coupé wird derzeit im Werk Dingolfing gebaut.

BMW hat Stammwerk in München für Serienanlauf des i4 umgerüstet

Nach den Planungen soll der vollelektrische i4 ab November 2021 im Stammwerk in München vom Band rollen. Wegen des höheren Gewichts hat der Konzern die Anlagen während der am Montag (7. September) beendeten Sommerpause entsprechend umgerüstet. Anpassungen waren vor allem bei den Transportsystemen nötig. Während ein 3er BMW je nach Motor und Ausstattung zwischen 1400 bis 1800 Kilo auf die Waage bringt, sind es beim voll-elektrischen i4 gut zwei Tonnen. Das liegt vor allem an der Hochvolt-Batterie. Der Energie-Speicher bringt alleine rund 550 Kilo auf die Waage. Die alten Transportsysteme im Stammwerk mussten daher größtenteils ersetzt werden.

Der Concept i4 von BMW: Das vollelektrische Coupé soll ab November 2021 in München vom Band laufen.

BMW: Alle Antriebsarten auf einer Fertigungsstraße Band

Um flexibel auf die Nachfrage reagieren zu können, will BMW in seinen Werken künftig in der Lage sein, alle Antriebsarten auf einem Band zu produzieren, egal ob Benziner, Diesel, Hybrid oder vollelektrische Fahrzeuge.

BMW hatte den seriennahen Concept i4 im vergangenen März vorgestellt. Es soll mit einem bis zu 530 PS starken Elektromotor ausgerüstet werden und in vier Sekunden von null auf 100 Kilometer sprinten. Damit entspräche das Aggregat den Fahrleistungen eines aktuellen V8-Triebwerks.

Zudem verspricht der Konzern für den Concept i4 eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern, ein leicht gekrümmtes Display für Tacho, Navi und die Fahrzeugbedienung sowie ein durchgehendes Glasdach. Zum möglichen Preis hält sich BMW bislang bedeckt. Der aktuelle 4er Gran Coupé mit 326 PS kommt derzeit auf rund 56.500 Euro - ohne Extras.

Ähnlich wie etwa Volkswagen oder Mercedes-Benz stellt sich auch BMW auf einen tiefgreifenden Umbau der Branche Richtung E-Mobilität ein. Bereits 2025 soll jeder dritte BMW ein Stromer oder Hybrid sein, hatte BMW-Chef Oliver Zipse Mitte Juli beim Start der Serienproduktion von E-Antrieben im BMW-Werk in Dingolfing angekündigt.  

Der neue vollelektrische ID.3 von VW kam bei der Fachpresse nicht gut an - auch Elon Musk zeigte sich wenig begeistert.

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