Ein Mitarbeiter von BMW poliert mit einem Tuch das Logo von einem BMW i8.
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BMW: Der Münchner Autobauer ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen.

„Mit Rückenwind“

BMW: Autobauer fährt trotz Corona Milliarden-Gewinn ein und zahlt Dividende

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Der Münchner Autobauer BMW ist vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Am Ende steht ein Milliarden-Gewinn und die Lust auf mehr.

München Der Münchner Autobauer BMW hat trotz des heftigen Gegenwinds durch die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr einen satten Gewinn eingefahren. Unter dem Strich verdienten die Bayern 2020 3,85 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mit.

BMW gehe in das Jahr 2021 „gestärkt und mit Rückenwind“, erklärte Konzernchef Oliver Zipse laut Pressemitteilung. Nach einem schweren ersten Halbjahr zog das Geschäft im Jahresverlauf spürbar an. Insgesamt gaben die Verkäufe der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce 2020 um 8,4 Prozent auf 2,32 Millionen Einheiten nach. Damit schlugen sich die Münchner besser als Mercedes-Benz. Bei den Schwaben waren die Absätze im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent weggesackt. 

BMW: China rettet das Geschäftsjahr

BMW hatte seine Prognose im vergangenen Frühjahr wegen geschlossener Fabriken und Autohäuser zurückgenommen. Doch vor allem dank der unerwartet kräftigen Nachfrageerholung in China kam der Konzern rasch wieder in die Erfolgsspur zurück. Ähnlich wie andere Unternehmen profitierten die Bayern im vergangenen Jahr zudem von den üppigen staatlichen Förderungen für E-Autos und Hybride.

Im laufenden Jahr will der Konzern das Tempo Richtung E-Mobilität weiter erhöhen. Mit dem i4 will der Konzern die Jagd auf Tesla eröffnen. Außerdem schickt das Unternehmen im Jahresverlauf mit dem iX einen SUV-Stromer im Format des X5 an den Start. Im kommenden Jahr wollen die Bayern zudem in der automobilen Oberklasse mit voll-elektrischen Modellen punkten.

BMW: Dividende von 1,90 Euro je Stammaktie

Für das abgelaufene Geschäftsjahr will der Konzern eine Dividende von 1,90 je Stammaktie ausschütten, nach 2,50 Euro vor einem Jahr. Damit sinkt die Ausschüttung nicht ganz so stark wie von Experten erwartet.

Analysten zeigten sich zufrieden. Mit Blick auf die Pandemie habe BMW noch „recht starke Zahlen vorlegen können“, urteilte etwa Frank Schwope, Autoexperte bei der NordLB in einer ersten Einschätzung. Die Absatzzahlen zeigten zudem, dass Premium in der Pandemie besser gehe als Masse. Wenige Wochen später wird gar das beste Startquartal der Unternehmensgeschichte verzeichnet.

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