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BMW-Chef Norbert Reithofer

"Nicht das richtige Signal"

BMW-Chef: mangelnde Anreize bei CO2-Regeln der EU

 München - In der Diskussion um schärfere CO2-Regeln der EU für Autos hat BMW-Chef Norbert Reithofer mangelnde Anreize für Elektroautos und andere schadstoffarme Wagen beklagt.

 „Brüssel erlaubt nach derzeitigem Stand keine ausreichenden Mehrfachanrechnungen von innovativen Elektroautos für die CO2-Bilanz“, sagte Reithofer der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Das ist nicht das richtige Signal, um einer neuen Technologie in Europa zum Durchbruch zu verhelfen.“

Spekulationen, BMW baue das Elektroauto i3, um bei Autos mit einem höheren Kraftstoffverbrauch weitermachen zu können, wie bisher, wies Reithofer zurück. „Das ist falsch. Kein anderer europäischer Hersteller hat den Verbrauch und die CO2-Emissionen seiner Flotte stärker und schneller gesenkt als wir“, sagte der BMW-Chef. Bei der Entwicklung des i3 habe sich BMW auch am US-Computerkonzern Apple als einem Vorbild orientiert. „Die haben einen Markt erobert, weil sie eine bestehende Technologie ersetzt haben“, sagte Reithofer.

Mit Blick auf Vorschläge des Umweltausschusses des europäischen Parlamentes zu CO2-Grenzwerten für 2025 sprach der BMW-Chef von mangelndem Realismus. „Grenzwerte von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer - was einem Verbrauch von rund drei Liter pro 100 Kilometer entspricht - sind ohne jede technische Analyse der Machbarkeit aus der Hüfte geschossen“, sagte Reithofer. „Wer so etwas fordert, will nur noch kleine Einheitsautos haben.“ Die Bedeutung der CO2-Regulierung auf die Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Autoherstellern werde teils unterschätzt. „Die Automobilindustrie ist das Rückgrat der Wirtschaft in Deutschland und Europa“, erklärte Reithofer.

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dpa

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