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Spitzen-Zahlen und große Herausforderungen: BMW steuert erneut ein Rekordjahr an.

Autobauer startet stark in 2013

BMW-Chef: „Europa wird größte Herausforderung“

Genf - BMW ist besser ins Jahr gestartet als je zuvor und peilt ein weiteres Rekordjahr an. Doch Konzernchef Norbert Reithofer bremst die Euphorie. Die Krise in Europa werde lange eine Herausforderung bleiben.

Autos verkaufen bleibe allem Erfolg zum Trotz harte Arbeit. 

BMW rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Verschuldungskrise in Europa. Die Krise werde den Kontinent noch mindestens ein halbes Jahrzehnt beschäftigen, sagte Konzernchef Norbert Reithofer am Dienstag am Rande des Genfer Autosalons. Das werde die Automärkte auf dem wichtigen Heimatkontinent der Münchner prägen - und die Lage von Land zu Land unterschiedlich machen.

„Die nächsten fünf Jahre wird diese Volatilität auch nicht zurückgehen. Und das ist eine ziemlich sichere Aussage.“ Auch für BMW bedeute das eine große Herausforderung, denn noch immer stehe der Kontinent für 40 bis 45 Prozent des gesamten BMW-Absatzes. Vor allem in Ländern wie Italien, Spanien oder Frankreich werde es schwer. „Dort ist momentan noch kein Boden zu sehen“, sagte Reithofer.

Dank der starken Nachfrage in China oder den USA muss sich BMW um die eigenen Zahlen derzeit allerdings nicht zu große Sorgen machen. Im Januar und Februar zusammen verkaufte der Oberklassehersteller weltweit mehr als 250 000 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce - und legte damit den besten Jahresstart der Firmengeschichte hin. Verglichen mit 2012 ist das ein Plus von mehr als sechs Prozent.

Insgesamt sei er für 2013 „verhalten optimistisch“, sagte Reithofer. „Von Sonnenschein möchte ich nicht reden.“ Angesichts der Lage in Europa und der weltweit unsicheren Konjunktur bleibe der Verkauf von Autos „harte Arbeit“. Auch BMW spüre den schärferen Wettbewerb, der sich auch bei den Preisen bemerkbar mache. BMW hatte bereits früher gesagt, sich Rabatten nicht ganz verweigern zu können.

„Wenn Sie den deutschen Markt anschauen: Drei Premiumhersteller stehen für 30 Prozent dieses Marktes. Da können Sie sich vorstellen, wie die Wettbewerbssituation ist“, sagte Reithofer. In Deutschland sei die Grenze bei Preisnachlässen aber erreicht.

dpa

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