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BMW-Chef Norbert Reithofer.

Reithofer auch gegen Eingriffe in Leiharbeit

BMW-Chef warnt vor gesetzlichen Mindestlohn

München - BMW-Chef Norbert Reithofer hat davor gewarnt, die Flexibilität des deutschen Arbeitsmarkts zu gefährden.

Mit Blick auf die Leiharbeit sagte er dem MÜNCHNER MERKUR (Dienstag): "Solche Instrumente brauchen wir, um die Stammbelegschaft zu schützen, flexibel auf Wirtschaftsschwankungen zu reagieren und um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten zu können." Deutschland werde sich künftig auf ein viel volatileres wirtschaftliches Umfeld einstellen müssen. "Wir sind mit einer unsicheren Weltwirtschaft konfrontiert – nicht nur in Europa. Auch deshalb wollen wir uns unseren Flexibilitätssockel nicht nehmen lassen", sagte Reithofer mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte jüngst neue Regelungen bei der Leiharbeit angekündigt, die eine Höchstdauer und einen spätesten Zeitpunkt der Gleichbezahlung vorsehen.

Zugleich sprach sich Reithofer gegen eine Einführung von einem gesetzlichen Mindestlohn aus: "Es gibt viele Kleinbetriebe und Branchen, für die es hart wäre, wenn von heute auf morgen ein Mindestlohn eingeführt würde. Ich bin ein großer Verfechter der Tarifautonomie, weil sie ein wichtiger Pfeiler für den Erfolg von Deutschland ist." BMW selbst wäre von einem Mindestlohn nicht betroffen, der Konzern zahlt schon heute höhere Löhne.

Die Nachfrage nach dem Elektroauto BMW I3 übertrifft beim Münchner Konzern die Erwartungen. "Über die Reaktionen in aller Welt sind wir positiv überrascht", sagte Reithofer dem MÜNCHNER MERKUR. Er sprach von 100 000 Anfragen für Probefahrten und 10 000 Bestellungen allein in Europa. Größere Hoffnungen setzt BMW auf den US-Markt. Während in Deutschland nach Reithofers Worten in diesem Jahr insgesamt 4000 Elektrofahrzeuge verkauft werden und in Frankreich 10 000, liege die Zahl für die USA zwischen 60 000 und 90 000.

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