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BMW enthüllt neue Details zu Technologie-Flaggschiff - doch der Preis ist nichts für schwache Nerven

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Von: Patrick Freiwah

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BMW gibt neue Details zu einer voluminösen wie innovativen Auto-Neuheit bekannt. Die Reichweite des SUV wird bereits massentauglich. Die Kosten jedoch weniger.

München - BMW drückt im Hinblick auf Elektromobilität verstärkt auf das Gaspedal. Bis Jahresende 2021 vollzieht der Konzern, der trotz Corona einen Milliardengewinn eingefahren hat, den Marktstart zweier elektrifizierter Modelle. Dabei handelt es sich zum einen um das SUV BMW iX3, das schon länger auf dem wichtigsten Automarkt China angeboten wird und nun auch bei deutschen Händlern Einzug erhält.

Zum anderen rückt die Markteinführung des BMW iX näher, dessen Präsentation fand bereits Ende 2020 statt. Nun hat der Premiumhersteller weitere Details zum Elektroauto verraten, darunter den Preis. Wenig verwunderlich ist die SUV-Neuheit von BMW für stolze Summen zu haben, bei der schwächeren Antriebsvariante iX xDrive40 beginnt die Preisliste bei 77.300 Euro, dafür gibt es eine Ladeleistung von 150 kW.

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BMW iX: Elektro-SUV mit zwei Leistungsstufen und beachtlicher Reichweite

Das Einstiegsgefährt des neuen Technologie-Flaggschiffs von BMW besitzt eine Leistung von 240 kW/300 PS, der Akku eine Kapazität von über 70 Kilowattstunden. Die Sprintqualitäten des 2,5 Tonnen schweren Gefährts liegen bei unter sechs Sekunden. Für viele Kunden wichtiger dürfte die Frage sein, wie viel Zeit Eigentümer an Ladesäulen verbringen. Bei den Stromern wird zur Sichtbarkeit gerne die Angabe 80 Prozent verwendet - auf diesen Wert kommt der BMW iX 40 angeblich in unter 40 Minuten. Das ist kaum länger, als viele Raststättenaufenthalte inklusive der Begleiterscheinungen ohnehin dauern.

Die (noch) teurere Ausführung der Modellreihe BMW iX xDrive50 ist für mindestens 98.000 Euro zu haben, dafür beträgt die Systemleistung 370 kW/500 PS. Demzufolge ist der Akku leistungsstärker und generiert 100 Kilowattstunden. Während die optimale Reichweite beim kleineren Elektro-SUV bereits mit 400 km ordentlich ist, kommt man mit dem Edelgefährt iX 50 möglicherweise bis zu 600 km weit, ohne nachzuladen. Das ist bereits auf dem Niveau von Verbrenner-Modellen wie dem X5, vergleicht BMW.

BMW: Neue Plattform für drei verschiedene Antriebstechnologien

Das Schwergewicht BMW iX stellt nicht wirklich einen Schritt in Richtung nachhaltigere (Auto-)Mobilität dar. Jedoch wird das auch aufgrund der „Monster-Niere“ streitbare Luxus-Elektroauto ohnehin hauptsächlich in Kontinenten wie Asien und Nordamerika Abnehmer finden. Mit dem BMW i4 geht bereits im Sommer ein weiteres E-Modell an den Start, das für Fans in Deutschland wesentlich interessanter sein dürfte. Einen Rückzieher gab es dagegen beim geplanten neuen E-Einstiegsmodell. Eine Rolle könnte hierbei ein wichtiger Beschluss im Hinblick auf die Schwestermarke Mini darstellen.

BMW wird jedoch auch künftig die Weiterentwicklung von Verbrennermotoren nicht außer Acht lassen, bekräftigt der Hersteller. Unklug ist diese Haltung nicht: Dass Dieselmotoren der neuen Generation durchaus Potenzial für Emissionsersparnis und Reichweite haben, zeigen mehrere Beispiele - darunter ein BMW 7er, über den wir berichteten. Neben E-Mobilität und Verbrennern (mit Hybridantrieben) soll die für 2025 geplante neue Plattform auch Wasserstofftechnologie ermöglichen, verkündete Konzernchef Oliver Zipse.

Neues BMW-Elektroauto: Autonomes Fahren der nächsten Stufe zündet noch nicht

Zwei interessante Aspekte ergeben sich im Hinblick auf das Innenleben der BMW-Neuheit iX: Zum einen ist die nächste Generation des Infotainmentsystems iDrive zu nennen, die noch mehr Daten als bisher in die virtuelle Cloud auslagert, um den gestiegenen Anforderungen bezüglich Konnektivität Herr zu werden. Verschiedene Online-Dienste sollen sich kontinuierlich im Austausch befinden und den Insassen ein innovatives Fahrgefühl mit einem hohen Sicherheitsanspruch ermöglichen. Dazu werden Funktionen wie Streckenführung und Klimatisierung automatisch individualisiert. Ein neues Feature wird aller Voraussicht nach auch im Bestseller BMW 3er Einzug erhalten.

Und wie sieht es mit dem Thema autonomes Fahren aus? Für das Stemmen der digitalen Komponente findet ein 5G-Modem Verwendung, automatisierte Fahrfunktionen begünstigen bestimmte Vorgänge. Autonomes Fahren nach Level 3 kommt entgegen ursprünglicher Pläne jedoch nicht zum Einsatz. Das lässt erahnen, dass Autohersteller mit der Umsetzung dieser als zukunftsweisend gepriesenen Technologie Mühe haben. Ganz zu schweigen von Bedenken im Hinblick auf Sicherheit und Haftungsfragen. (PF)

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