BMW: Der Münchner Autobauer rechnet mit einer rasant wachsenden Nachfrage nach E-Autos.
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BMW: Dem Münchner Autobauer droht eine millionen-schwere Kartellstrafe.

Ärger mit der EU

Verdacht auf unerlaubte Absprachen: BMW droht in EU-Kartellverfahren saftige Geldstrafe

Die deutschen Autobauer haben Ärger mit der EU. Die Kartellwächter werfen den Herstellern unerlaubte Absprachen vor. Für BMW könnte es richtig teuer werden.

Brüssel/München/Wolfsburg - BMW droht im laufenden Kartellverfahren der EU um unerlaubte Absprachen deutscher Autobauer eine Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich. Die Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission habe einen Verstoß gegen das Kartellrecht festgestellt und die beschuldigten Unternehmen über das Ermittlungsergebnis informiert, berichtet Business Insider.

Die EU-Ermittlungen richten sich gegen BMW, VW einschließlich der Töchter Audi und Porsche, sowie gegen Daimler. Es geht um mutmaßlich verbotene Absprachen zu technischen Standards, unter anderem der Abgasnachbereitung.

BMW: Für die Bayern könnte es richtig teuer werden

BMW drohe nun eine Strafzahlung in hoher dreistelliger Millionenhöhe, hieß es in dem Bericht. VW kommt demnach wegen einer Selbstanzeige und der Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden mit einer Reduktion des Strafmaßes um rund die Hälfte davon. Sprecher von BMW und VW wollten die Informationen unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. Auch die EU-Kommission in Brüssel wollte sich nicht äußern.

Daimler hat sich selbst als Kronzeuge in dem Verfahren bezeichnet und wiederholt wegen der eigenen „frühzeitigen und umfassenden Kooperation“ in Aussicht gestellt, keine Strafen begleichen zu müssen.

BMW: Konzern hat bilanziell vorgesorgt

BMW hatte bereits im Frühjahr 2019 wegen der Beschwerdepunkte der EU-Kommission eine Rückstellung von 1,4 Milliarden Euro für die drohende Kartellstrafe gebildet. Die genannte Strafhöhe wäre damit also bereits abgedeckt und hätte keine weitere Ergebnisbelastung zur Folge - ungeachtet eines dann zunächst wohl fälligen Abflusses finanzieller Mittel. VW hatte keine Rückstellung für den Fall gebildet. Auch die Wolfsburger hatten sich als Kronzeuge angeboten, Daimler war aber schneller.

Nach wie vor sind die Münchener der Auffassung, dass es in den Gesprächen zwischen den Autobauern um technische Standards unter anderem zur Emissionsvermeidung ging und Kunden auch nicht geschädigt wurden, wie ein Sprecher erläuterte. Der Konzern hatte bereits angekündigt, sich auch mit rechtlichen Mitteln gegen eine etwaige Strafe wehren zu wollen. BMW hat Investoren zuletzt mit einem starken Jahresauftakt überrascht. Vor allem in China zieht die Nachfrage weiter kräftig an. (dpa/utz)

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