Karosseriebau bei BMW in München. Im Stammwerk läuft jetzt eine Sportwagen-Ikone vom Band
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Karosseriebau bei BMW in München. Im Stammwerk läuft jetzt die nächste Generation einer Sportwagen-Ikone vom Band

Produktionsanlauf

BMW-Werk in München: Hier läuft jetzt die nächste Sportwagen-Ikone vom Band

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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BMW hat sein Stammwerk in München gerade fit für i4 gemacht. Doch bevor der Stromer vom Band läuft, zelebrieren die Bayern den Produktionsanlauf einer Sportwagen-Ikone.

  • BMW baut seine Palette sportlich motorisierter Fahrzeuge konsequent aus.
  • Jetzt ist in München die neueste Version einer Sportwagen-Ikone vom Band gerollt.
  • Sie soll ab März 2021 auf den Markt kommen.

München - Beim Münchner Autobauer BMW* laufen die Vorbereitungen zur Markteinführung des M3 auf Hochtouren. Am Montag hat der Konzern in seinem Stammwerk in München den Startschuss für die Serienproduktion des Sportwagens gegeben. Die Markteinführung ist für den kommenden März geplant. Das neue Modell soll ab Sommer erstmals auch mit Allrad-Antrieb erhältlich sein und je nach Version 480 oder 510 PS haben.

Im Münchner Werk* ist die Freude über den Anlauf des neuen Sportwagens groß: Der M3 „ist eine absolute Ikone und hat sehr viele Fans in unserer Werksmannschaft, mich eingeschlossen“, sagte BMW-Werkleiter Robert Engelhorn zum Produktionsstart.

Der M3 ist eines der meistverkauften Fahrzeuge im Portfolio der BMW M GmbH. Seit der Einführung der ersten Version vor 35 Jahren hat das Unternehmen rund 340.000 Einheiten des M3 sowie der beiden später eingeführten M4 Coupé- bzw. Cabrio-Varianten verkauft.

Das Geschäft mit den tiefer gelegten Boliden gilt als besonders lukrativ. In der Grundausstattung kostet etwa der neue M3 rund 82.500 Euro. Die Preisliste für die 3er Limousine beginnt bei 35.600 Euro.

Die Nachfrage nach den stark motorisierten M-Modellen boomt. Im vergangenen Jahr hatte die Tuning-Tochter aus dem Münchner Stadtteil Garching mit einem Absatzplus von rund einem Drittel auf knapp 136.000 Fahrzeuge ein neues Rekordjahr hingelegt.

BMW: Im Münchner Stammwerk läuft die 3er-Reihe vom Band

BMW baut in München die komplette 3er Reihe, von der Limousine über den Touring bis zum M3. Beobachter erwarten, dass das Stammwerk auch den völlig neuen 3er M Touring fertigen dürfte. Es wäre der erste 3er Kombi mit M-Wumms in der BMW-Geschichte.

Erst im September hatte die Garchinger Sportwagen-Schmiede mit der Erprobung des 3er M Touring begonnen und gleich das erste Video seines neuen Super-Lastesels gepostet. Er soll 2023 auf den Markt kommen.

BMW: Am Mittwoch kommen die Quartalszahlen

Der Münchner Autobauer präsentiert am Mittwoch seine Zwischenergebnisse für das abgelaufene dritte Quartal. Nach den Mitte Oktober überraschend veröffentlichten Eckdaten* hat der Konzern von Juli bis September im Kerngeschäft freie Mittelzuflüsse von 3,07 Milliarden Euro eingefahren. Beobachter erwarten angesichts des starken Free Cash Flow auch gute Zahlen für das dritte Quartal.

Auch Konzernvertreter hatten sich zuletzt wieder deutlich optimistischer für das laufende Jahr geäußert. Vor allem bei X5 Plug-in-Hybrid und beim Elektro-Mini sei man „überrascht über die hohe Nachfrage“, hatte BMW-Chef Oliver Zipse vor wenigen Tagen vor Journalisten erklärt.

Auch BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch hatte sich zuletzt zuversichtlicher gezeigt als noch im Sommer. Ähnlich wie viele andere Autobauer profitiere auch BMW von einem „deutlich veränderten Mobilitätsverhalten“, sagte Schoch mit Blick auf die Corona-Krise gegenüber Merkur.de*. „Die Menschen fliegen weniger und sie fahren weniger Zug, U-Bahn oder Bus.“ Dafür gewinne „das Auto rapide an Bedeutung“. Viele Menschen sähen das eigene Auto inzwischen „als persönlichen Schutzraum“, erklärte Schoch, der zugleich stellvertretender BMW-Aufsichtsratschef ist.

Der Münchner Autobauer hat mit einer Diebstahl-Serie zu kämpfen*. Bundesweit knackten Autodiebe zahlreiche BMW-Karossen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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