1. Startseite
  2. Wirtschaft

Tesla-Konkurrenz? In München läuft erster vollelektrischer BMW i4 vom Band

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bettina Menzel

Kommentare

BMW i4 Elektro-Auto produziert in München
BMW startet die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i4 - am Freitag lief in München das erste Fahrzeug vom Band (Archivbild). © Thiago Prudencio / ZUMA Wire / Imago

Am Freitag startete die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i4. Der bayerische Autobauer sieht darin einen Meilenstein in Richtung E-Mobilität – und Konkurrenz zu Tesla.

München - Beim bayerischen Autobauer BMW rollte am Freitag das erste vollelektronische Modell BMW i4 vom Band. Damit startete BMW die Serienproduktion. Schon bis 2023 soll die Hälfte aller in München produzierten Fahrzeuge einen elektrifizierten Antrieb besitzen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Freitag. Die Münchner sehen das Modell i4 als direkten Konkurrenten zu Tesla.

BMW i4 als „Tesla-Fighter“:

Im Jahr 2030 will BMW insgesamt drei Millionen Autos verkaufen, 1,5 Millionen davon sollen vollelektrisch sein. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag der Gesamtabsatz bei 2,33 Millionen Fahrzeugen, 2019 bei rund 2,5 Millionen. Der i4 ist aus Sicht des Autoherstellers ein wichtiger Meilenstein in Richtung E-Mobilität. Der „Tesla-Fighter“ soll in direkter Konkurrenz zum Model 3 des US-amerikanischen Autoherstellers stehen. Beide Modelle liegen im Mittelklasse-Segment und haben die gleiche Zielgruppe. Allerdings hat der bayerische Autobauer etwas aufzuholen: In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat BMW 390.184 Autos der 3er- und 4er-Reihe verkauft, Tesla vertrieb in der gleichen Zeit 614.358 Model 3 und Model Y Elektroautos.

Das Gran Coupé i4 ähnelt dem 3er und 4er-Modell. Bei der Produktion der Karosserie konnte der bayerische Autobauer 90 Prozent der bestehenden Anlagen verwenden, er läuft vom selben Band wie die 3er und 4er mit anderen Antrieben. Die Modelle mit Vierzylinder-Motoren sollen zum Jahresende an einen anderen Standort verlegt werden. Sie werden künftig in Hams-Hall in England und Steyr in Österreich vom Band rollen. „Wir haben es geschafft, das Fahrzeug während einer laufenden Fertigung in unser bestehendes Produktionssystem zu integrieren“, so Werksleiter Peter Weber. Der Umbau kostete BMW insgesamt 200 Millionen Euro, die Produktionskapazität in München liegt derzeit für die 3er- und 4er-Serie bei rund 1.000 Autos pro Tag. Ein Auslauf des schon seit 2012 in Leipzig gebauten Elektro-Pioniers i3 „ist für uns kein Thema“, sagte der Produktionsvorstand und verwies auf die weiterhin gute Nachfrage.

BMW i4 mit futuristischem Sound aus Holllywood

Der i4 sei Wegbereiter für die nächste Fahrzeuggeneration, die „Neue Klasse“, die „kompromisslos auf elektrische Antriebe ausgerichtet wird“, so BMW. Schon Ende 2021 sollen die ersten BMW i4 bei den Händlern zum Verkauf stehen. Der i4 kommt optisch futuristisch daher, etwa durch blaue Zierstreifen. Der Lithium-Ionen-Akku hat laut Hersteller eine Reichweite von 590 Kilometern und eine Kapazität von 80 Kilowattstunden. Der Tankvorgang soll dank der Ladeleistung von 150 kW nur 35 Minuten auf 80 Prozent dauern.

Hollywood-Filmkomponist Hans Zimmer ist federführend bei der Komposition der Sounds des neuen i4. Dazu zählen etwa die Geräusche beim Start des Motors, bei der Beschleunigung oder beim Entriegeln der Türen. BMW orientiert sich dabei weniger an bisherigen Verbrennern, sondern verleiht dem i4 einen eigenen, futuristischen Klang.

Auch interessant

Kommentare