„Was tut BMW da?“

BMW zeigt erstes Video von Erlkönig - doch ein Detail sorgt bei vielen schon jetzt für Empörung

  • Thomas Schmidtutz
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Die BMW Sport-Tochter BMW M GmbH baut ihr Angebot kräftig aus. Jetzt haben die Garchinger einen neuen Erlkönig auf die Straße geschickt. Doch bei Fans sorgt der Entwurf für Empörung.

  • BMW baut seine Modellpalette konsequent aus.
  • Auch die Sporttochter BMW M GmbH ist im Angriffsmodus.
  • Jetzt läuft der Test für ein heiß ersehntes Modell. Aber bei Fans sorgt der Erlkönig für Empörung.

München – BMW* hat seine Modellpalette in den vergangenen Jahren kräftig ausgebaut. Auch die auf das lukrative Segment der Sportderivate spezialisierte Tochter BMW M GmbH hat in den vergangenen Jahren vom deutlich vergrößerten Serien-Angebot profitiert und schiebt fleißig neue Modelle für die gut betuchte Klientel an den Start.

Alleine im September kommen mit dem M3 und dem M4 Coupé gleich zwei Modelle* mit ordentlich Wumms. Im nächsten Jahr soll auch gleich die Cabrio-Version mit M-Power folgen.

Jetzt wollen die Garchinger auch den 3er Touring aufbohren. Ab 2023 soll der BMW M3 Touring zu den Händlern rollen, teilte das Unternehmen unlängst mit. Mit dem neuen Modell wolle man „rennsport-orientierte Performance und Alltagstauglichkeit auf die Spitze treiben“, trommelte der Konzern. Die Vorbereitungen laufen.

BMW: Erstes Video des M3 Touring

Erst vor ein paar Tagen hat BMW den ersten Prototyp für Brumm-Brumm-hungrige Familienväter zur Erprobung auf die Straße geschickt. Das zeigt ein Teaser-Video, das die Münchner vom M3 Touring G81 am Samstag auf Facebook und Instagram posteten.

Trotz Tarnung zeigt das 15-Sekunden-Werk aus konzerneigener Produktion ein paar interessante Details. So gönnen die Garchinger ihrem Super-Lastesel extra breite Radhäuser für XXL-Sportreifen und natürlich vier Auspuffrohre für den richtigen Sound.

Für Aufregung in der Community sorgt aber ein – trotz Flecktarnung – unübersehbares Design-Element des muskel-bepackten Boliden. Denn wenn es so kommt, wie das Video vermuten lässt, setzt BMW auch beim künftigen M3 Touring offenbar auf eine auffallend wuchtige Doppelniere. Sie nimmt die gesamte Höhe der Frontschürze ein.

BMW: Fans sehen zentrales Design-Element kritisch

Die M-eigene Frontpartie, die auch schon im M4 Coupé und dem M4 Cabrio zum Einsatz kommt, sorgt bei vielen Markenfans allerdings für teils heftige Diskussionen. Warum man denn die beim Serien-3er durchaus gelungene BMW-Niere so verändere, fragt ein User. Das mache überhaupt keinen Sinn. „Bitte nehmt den Grill runter, aahh“, fordert ein anderer User. „Hoffentlich ist der Frontgrill nur Tarnung“, „WTF tut BMW da?“, heißt es in anderen Kommentaren.

Auf der anderen Seite des Atlantik scheint das aggressive Design womöglich besser anzukommen. Bringt das Auto auch in die USA, fordern mehrere User auf Instagram.  

BMW: „Dynamik in einer neuen Dimension“, verspricht der Münchner Autobauer für den BMW M3 Touring.

BMW: Harte Konkurrenz bei PS-starken Kombis

BMW hat sich im Markt für PS-starke Sportkombis bislang weitgehend zurückgehalten. Bisher hatte der Konzern im Touring-Segment nur den 5er M-getunt. Beim 3er gab es 2010 zwar schon einmal einen Prototypen auf Basis des E46. Aber am Ende konnte sich der Münchner Autobauer, der aktuell mit einer folgenschweren Bau-Panne in Regensburg zu kämpfen hat, doch nicht zum Marktstart durchringen. Jetzt kommt die Wende.

Bislang wird das Segment der PS-starken Kombis in Deutschland vom C-Klasse T-Modell der Mercedes-Benz-Tochter AMG und dem RS4 von Audi dominiert.

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Rubriklistenbild: © dpa/Jan Woitas

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