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BMW: Ausgerechnet der erste Corona-Hotspot wird für Autobauer zum Hoffnungsschimmer: „Sehr starkes Wachstum“ 

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Der bayerische Autobauer BMW erwartet in China starkes Wachstum.
BMW-Logo: Der bayerische Autobauer erwartet in China starkes Wachstum. © dpa/Sebastian Gollnow

BMW knüpft in der Corona-Krise große Hoffnungen an China. Während die Nachfrage weltweit schrumpft, dürften die Absatzzahlen auf dem größten Automarkt der Welt steigen.

Peking – Angesichts des weltweiten Einbruchs des Autogeschäfts infolge der Corona-Pandemie ist der chinesische Markt ein Lichtblick für BMW. „Ich sehe bis Jahresende sehr starkes Wachstum“, sagte BMW-China-Chef Jochen Goller zum Auftakt der internationalen Automesse in Peking. Nach dem Rückgang des Absatzes in China durch den Ausbruch des Coronavirus früher im Jahr zielt Goller somit für das Gesamtjahr „auf ein einstelliges Wachstum“.

Ungeachtet aller Unsicherheiten durch die Pandemie und die Entwicklung der Weltwirtschaft werde sich das Wachstum in China nach seiner Einschätzung auch im nächsten Jahr fortsetzen. „Unser Ziel ist immer, schneller als der Premiummarkt zu wachsen“, sagte der Statthalter des Konzerns in Peking. Mit dem Zuwachs in China steigt auch der Anteil des chinesischen Marktes am weltweiten Absatz des Münchner Autobauers auf knapp 30 Prozent.

BMW: China-Chef sieht keine zu große Abhängigkeit von China

Warnungen über eine zu große Abhängigkeit vom weltgrößten Automarkt in China wies Goller zurück: „Es ist keine Option, in China nicht zu wachsen.“ Zudem sei BMW in der Welt breit aufgestellt, produziere auch in den USA. Der Markt in Europa sei für BMW zudem „weit größer“ als der in China. „Wir haben eine gute Balance.“

Auf der „Auto China 2020“ in Peking stellte BMW erstmals den neuen M3 und das M4 Coupé vor. Außerdem präsentieren die Bayern den Stadtgeländewagen iX3, der seit diesem Monat in China produziert wird, sowie den vollelektrischen i4. BMW hatte die jüngste Sommerpause in seinem Stammwerk in München genutzt, um die Produktionsanlage fit für den Stromer zu machen. Das neue Modell dürfte ab Ende kommenden Jahres in Serie gehen. Außerdem plant der Konzern einen Verbrenner auf Basis der Karosserie des i4.

BMW: Chinesische Regierung setzt massiv auf E-Mobilität

Hinter dem starken Wachstum der E-Mobilität in China sieht Goller die starke Unterstützung durch die Regierung, die Anreize für Kunden wie einfachere Zulassungen und Ausnahmen von Fahrverboten in Metropolen sowie das breite Netz von Ladestationen und die große Offenheit der chinesischen Kunden. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein E-Auto kaufen, ist viel größer.“

In Deutschland kommt der Ausbau des Ladenetzes dagegen nur schleppend voran. Allerdings ist die Nachfrage nach E-Fahrzeugen dank höheren staatlichen Kaufprämien zuletzt deutlich angesprungen. Seit Anfang Juli erhalten Käufer eines reinen Stromers einen staatlichen Zuschuss von 6000 Euro, für Hybride gibt es 4500 Euro Umweltbonus. Dazu kommen weitere Absatz-Förderungen der Hersteller. (dpa/utz)

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