Bei BMW zieht das Geschäft wieder an.
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Bei BMW zieht das Geschäft wieder an.

Konzernkasse klingelt

BMW: Münchner Autobauer überrascht mit Vorabzahlen

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Beim Autobauer BMW zieht das Geschäft wieder an. Dank unerwartet guter Absatzzahlen und gesunkener Kosten fließt wieder mehr Geld in die Kasse - trotz Corona.

München - Der Münchner Autobauer BMW* hat im abgelaufenen dritten Quartal höhere freie Mittelzuflüsse im Kerngeschäft erwirtschaftet als erwartet. Von Juli bis September habe der Free Cash Flow im Segment Automobile 3,065 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Montagabend überraschend mit. Damit habe man die aktuelle Markterwartung übertroffen, hieß es. Im Vorjahr hatte die BMW AG rund um BMW, MINI* und Rolls-Royce* noch freie Mittelzuflüsse von 714 MiIlionen Euro ausgewiesen.

Zur Erholung habe vor allem die rascher als erwartete Erholung in mehreren Märkten beigetragen, die zu einem höheren Absatzwachstum geführt habe. Zudem habe man Fixkosten und Investitionen weiter gesenkt.

Zugleich bekräftigte BMW die bestehende Prognose. Der Ausblick stehe aber unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Pandemie nicht zu weiteren Beeinträchtigungen des laufenden Geschäfts führe, hieß es.

Weitere Details nannte der Konzern zunächst nicht. Das entsprechende Zahlenwerk will die BMW Group am 4. November veröffentlichen.

BMW: Starke Absatzzahlen im dritten Quartal

BMW hatte im dritten Quartal* den Absatz deutlich verbessert. Nach den am 7. Oktober veröffentlichten Zahlen steigerten die Bayern ihren Absatz zuletzt trotz Corona um 8,6 Prozent auf 675.680 Einheiten. Von Januar bis September verkauften die Bayern weltweit insgesamt 1,638 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Das waren 12,5 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist.

Vor allem in China zog das Geschäft bei BMW kräftig an. Unter dem Strich verbuchte der Konzern dort im dritten Quartal ein Absatzplus von gut einem Drittel auf 230.612 Fahrzeuge. Auch in Europa ging es nach oben. Allerdings blieb das Plus mit 7,1 Prozent deutlich hinter dem boomenden Geschäft in Asien zurück.

Erst am späten Donnerstag Abend hatte auch Daimler unerwartet starke Zahlen vorgelegt. Operativ verdienten die Schwaben im dritten Quartal knapp 3,1 (Vorjahresquartal: (2,7 ) Milliarden Euro. Das war rund eine Milliarde mehr als Analysten erwartet hatten. Bei Investoren kamen die BMW-Zahlen an. Am Dienstag Vormittag lag die im Dax* notierte BMW-Stammaktie* rund 0,7 Prozent höher bei 63,70 Euro. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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