+
Betroffen von der Rückrufaktion sind Mini Cooper und Cooper S aus den Jahren 2005 bis 2006, sowie die Cabrio-Version des Mini Cooper und Mini Cooper S aus den Jahren 2005 bis 2008. Symbolbild: David Ebener Foto: David Ebener

BMW muss fast 92.000 Mini Cooper zurückrufen

Die Reihe von Rückrufen bei BMW in den USA reißt nicht ab. Jetzt ist der Mini Cooper dran - und erneut geht es um Probleme mit dem Airbag.

Washington/München (dpa) - Der Autobauer BMW muss erneut Autos in den USA zurückrufen. Wegen eines möglichen Fehlers am Airbag müssen 91 800 Mini Cooper in den USA in Werkstätten beordert werden.

Ein Problem mit Sensoren am Vordersitz könne verhindern, dass der Airbag bei einem Unfall richtig funktioniere, wie es in einer Mitteilung der US-Verkehrsbehörde NHTSA vom Wochenende heißt. Der Airbag werde unter Umständen deaktiviert, obwohl jemand auf dem Sitz Platz genommen hat.

Betroffen sind Mini Cooper und Cooper S aus den Jahren 2005 bis 2006, sowie die Cabrio-Version des Mini Cooper und Mini Cooper S aus den Jahren 2005 bis 2008. Das System sei nur in den USA und Kanada verbaut worden, sagte ein BMW-Sprecher. Bislang habe es noch keine größeren Unfälle wegen des Defekts gegeben. Das fragliche Bauteil stammt laut Behörde von Johnson Controls.

Die Kette von Rückrufen reißt damit nicht ab. Erst im April musste BMW 18 000 Modelle wegen Probleme mit einer Bosch-Benzinpumpe in den USA in Werkstätten zurückbeordern. Im vergangenen Jahr hatte BMW mehr als eine Million Autos weltweit wegen Airbag-Problemen überprüfen lassen müssen. Damals ging es allerdings um Airbags des japanischen Herstellers Takata. Zuvor waren fast eine halbe Million Autos wegen Motorproblemen aufgefallen. Ein Grund für die Häufung: Die Hersteller setzen inzwischen mehr und mehr auf gleiche Bauteile in verschiedenen Modellen. Ist eines dieser Teile fehlerhaft, wirkt sich das entsprechend breit aus.

Rückruf-Seite der NHTSA

Brief der NTHSA an BMW

Rückruf-Bericht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Agrarminister Schmidt nutzt die Bühne der Grünen Woche, um sein Tierwohl-Label vorzustellen. Es soll den Tieren, aber auch den Fleischkonsumenten helfen. Doch noch …
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
In Davos wirbt Premierministerin May für Großbritannien als Wirtschaftsstandort mit guten Handelsbeziehungen in alle Welt. Doch für ihren Brexit-Kurs gibt es auch …
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
EZB hält Geldschleusen weit geöffnet
Die Europäische Zentralbank hält an ihrer Billig-Geld-Strategie fest. Ein rasches Ende der ultralockeren Geldpolitik ist nicht in Sicht - trotz aller Kritik vor allem …
EZB hält Geldschleusen weit geöffnet
EZB-Zinsentscheid lässt den Dax kalt
Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank halten an ihrem Kurs fest. An der Frankfurter Börse bringt das kaum Bewegung. An einem ruhigen Tag sorgen vielmehr …
EZB-Zinsentscheid lässt den Dax kalt

Kommentare