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BMW: Konzern-Chef Zipse warnt vor „Schrumpfungskurs“ bei frühem Verbrennerabschied

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BMW-Chef Oliver Zipse: Der Automobilhersteller hat inzwischen über eine Milliarde Euro in sein Forschungszentrum in München investiert.
BMW-Chef Oliver Zipse: Der Automobilhersteller hat inzwischen über eine Milliarde Euro in sein Forschungszentrum in München investiert. © dpa/Matthias Balk

BMW will den Verbrenner erst später in Rente schicken als Audi. Bei einem vorzeitigen Verzicht auf die Technik könne man 2030 die Hälfte des Marktes nicht mehr bedienen, warnt Konzernchef Zipse.

München - BMW-Chef Oliver Zipse hat die Strategie seines Konzerns verteidigt, langsamer als etwa der heimische Konkurrent Audi aus der Produktion klassischer Verbrennermotoren auszusteigen. „Die wahren Entscheider in unserer Industrie sind die Kunden. Und die sollte man nie aus den Augen verlieren“, sagte Zipse in einem Interview der Passauer Neuen Presse und des Donaukuriers (Montag).

Dabei verwies er auf die Pläne des Münchner Konzerns, 2030 die Hälfte der Autos mit rein batterieelektrischem Antrieb zu verkaufen. „Wenn ein Hersteller dann kein Verbrennerangebot mehr hat, dann geht ihm das halbe Marktvolumen verloren, und er befindet sich auf einem unternehmerischen Schrumpfungskurs.“ Zwar werde es in den kommenden 15 Jahren Städte, Regionen und Länder geben, in denen sich der Transformationsprozess zur Elektromobilität vollständig vollziehe. Aber in der Summe der weltweit 140 BMW-Märkte werde das nicht der Fall sein.

BMW-Konkurrent Audi will bis 2033 nur noch E-Autos verkaufen

Die Volkswagen-Tochter Audi hatte jüngst angekündigt, Mitte des Jahrzehnts den letzten Verbrenner auf den Markt zu bringen. Ab 2032 oder 2033 will der Ingolstädter Konzern weltweit dann nur noch Fahrzeuge mit Elektroantrieb verkaufen. Dagegen hat sich Daimler für seine Marke Mercedes-Benz vorgenommen, dass die gesamte Neuwagenflotte ab 2039 CO2-neutral sein soll. Konzernchef Ola Källenius hat aber angedeutet, dass sich das Unternehmen ambitioniertere Ziele geben könnte und will in diesem Jahr ein Strategie-Update dazu geben, wie er der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten sagte. (dpa)

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