Endkontrolle im BMW Werk Regensburg: Nach der Umbaupanne sollen die Bänder in der Oberpfalz jetzt zum 1. Oktober wieder laufen.
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Endkontrolle im BMW Werk Regensburg: Nach der Umbaupanne sollen die Bänder in der Oberpfalz jetzt zum 1. Oktober wieder laufen.

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BMW: Nach Panne beim Umbau in Regensburg - Jetzt bläst der Konzern zur Aufholjagd 

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Beim Umbau im BMW-Werk in Regensburg ist es zu einer folgenschweren Panne gekommen. Deshalb musste der Konzern die Sommerpause verlängern. Ab 1. Oktober sollen die Bänder aber wieder anlaufen.

  • BMW steckt rund 300 Millionen Euro in den Umbau seines Werks in Regensburg.
  • Wegen einer Panne beim Umbau blieben die Bänder länger außer Betrieb als geplant.
  • Jetzt bläst der bayerische Autobauer in Regensburg zur Aufholjagd.

München - Das wegen einer Panne vorübergehend lahmgelegte BMW-Werk in Regensburg soll ab dem 1. Oktober wieder die Produktion aufnehmen. Bereits seit Montagmorgen seien die ersten Mitarbeiter vor Ort, um den Wiederanlauf vorzubereiten, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Ursprünglich hatte BMW ein Wiederanlaufen der Bänder mit dem Ende der regulären Sommerpause am 28. September angepeilt. Allerdings war es bei Umbauarbeiten zu einer Beschädigung der Dachträger in der Montagehalle gekommen. Daher musste das Unternehmen den geplanten Produktionsanlauf unerwartet verschieben.

BMW baut an seinem oberpfälzischen Standort den 1er, X1, X2 und den 2er Gran Tourer. In den vergangenen Wochen hatte der Konzern sein Werk fit für die laufende E-Offensive gemacht. Um flexibel auf mögliche Nachfrageverschiebungen reagieren zu können, will der bayerische Autobauer künftig in seinen Werken auf demselben Band sowohl Benziner und Diesel als auch Plug-in-Hybride und vollelektrische Fahrzeugen bauen können.

BMW: Umfassender Umbau des Werks in Regensburg

In Regensburg hat BMW neben einer neuer Lackieranlage und der Erweiterung des Karosseriebaus auch in leistungsfähigere Fördersysteme investiert. Dazu gehören auch neue Schwenkgehänge zum Transport der Fahrzeug-Karosserien. Sie können künftig auch E-Autos transportieren, die wegen der massiven Hochvoltbatterien deutlich schwerer sind als herkömmliche Verbrenner. Außerdem sind die neuen Schwenkgehänge höhenverstellbar und damit ergonomischer.

Beim Abriss der alten Förderanlagen war es Ende August zu den Schäden am Dachtragwerk gekommen. Wegen der Panne habe man teilweise ganze Stahlträger austauschen müssen, sagte eine Sprecherin.

Angesichts des verspäteten Produktionsanlaufs fehlen nach Auskunft einer BMW-Sprecherin nun zunächst rund 11.000 Fahrzeuge. Der entsprechende Produktionsrückstand solle bis Ende November aufgeholt werden, sagte die BMW-Sprecherin gegenüber Merkur.de*. Dazu habe sich das Unternehmen mit dem Betriebsrat auf entsprechende Zusatzschichten geeinigt.

BMW plant Extra-Schichten

Die ersten Extra-Schichten sollen bereits am 1. und 2. Oktober gefahren werden. Außerdem solle es im Oktober und November an mehreren Samstagen zusätzliche Spätschichten geben. Den Mitarbeitern entstünden durch den verspäteten Wiederanlauf aber keine Gehaltseinbußen. „Die Ausfalltage werden vollständig vergütet“, versicherte eine Konzernsprecherin.

Früheren Angaben zufolge will BMW bis Ende 2021 insgesamt rund 300 Millionen Euro in Regensburg investieren. Der Umbau zum „reinen Werk für die Kompaktklasse“ sei die „bislang größte Investition“ in der 34-jährigen Werksgeschichte, hieß es im vergangenen Januar bei der Vorstellung der Pläne zum Standort.

*Merkur.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

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