Zapfpistolen für verschiedene Kraftstoffarten hängen an einer Zapfsäule an einer Tankstelle.
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Benzin zapfen oder Strom laden: Womit fährt man billiger?

Bayerisch-amerikanisches Duell

Tesla gegen BMW: Strom- und Spritkosten im großen Vergleich – Einer siegt haushoch

  • Jonas Raab
    VonJonas Raab
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Ein Tesla-Fahrer hat seine Stromkosten nach 120.000 gefahrenen Kilometern offengelegt und mit den Benzinkosten für einen 3er BMW verglichen. Die Ergebnisse verblüffen.

Louisville - Das liebe Geld: Wechseln Menschen vom Verbrenner in den Stromer, liegt das laut einer aktuellen Studie in erster Linie an den Kosten. Sie erhoffen sich, mit dem Umstieg Geld zu sparen. Aber ist das wirklich so? Während sich Anschaffungspreis, etwaige Subventionen und die Steuer für ein Elektroauto noch recht leicht mit denen eines Verbrenners abgleichen lassen, herrscht bezüglich der Ladekosten oft Unklarheit. Ein Tesla-Fahrer hat sich deshalb die Mühe gemacht, einen Kostenvergleich aufzustellen. Tesla gegen BMW: Nach 120.000 gefahrenen Kilometern ist der Fall klar. Unser kostenloser Wirtschafts-Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit allen relevanten News aus der Wirtschaft. Hier geht es zur Anmeldung.

Andy Slye ist ein amerikanischer YouTuber. Vor rund drei Jahren entschied er sich für den Kauf eines Elektroautos - unter anderem, weil er nie wieder tanken wollte. Seit Slye sein Tesla Model 3 besitzt, habe er laut EFAHRER.com auch tatsächlich kein Tankstellengelände mehr befahren. Nach nun 75.000 gefahrenen Meilen, also etwas über 120.000 Kilometern, hat er seine Ladekosten zusammengerechnet, präsentiert die Ergebnisse in einem Video und zieht den Vergleich mit einem 3er-BMW aus dem Jahr 2018.

Strom oder Benzin? Tesla oder BMW? Der große Kostenvergleich

Zu Beginn seines Videos stellt Slye klar: Die Ergebnisse seien nicht allgemeingültig, schließlich würden Sprit- und Stromkosten je nach Land und Region variieren. Aufschlussreich sind seine Berechnungen aber allemal. Um sein Tesla Model 3 zuhause laden zu können, ließ Slye eine Wallbox installieren. Dafür bezahlte er rund 900 Dollar, also rund 750 Euro. In seiner Garage sei das allerdings besonders kompliziert gewesen, weswegen die meisten E-Fahrer wohl mit viel niedrigeren Kosten rechnen könnten.

Slye teilt seine Ladekosten im Video in zwei große Gruppen auf: Kosten für das Laden zuhause und Kosten für das Laden unterwegs. Zuhause lud er in den vergangenen drei Jahren rund 18.656 Kilowattstunden Strom. Rund acht Prozent seiner insgesamt zurückgelegten Strecke entfiel auf Reisen, bei denen er seinen Tesla unterwegs laden musste. Dabei gab Syle nur 54 US-Dollar, also rund 45 Euro, für Teslas Supercharger aus. Dass die Kosten für das öffentliche Laden bei Slye so niedrig sind, liegt laut EFAHRER.com jedoch auch daran, dass er über Teslas Referral-Programm 1,7 Millionen kostenlose Supercharger-Meilen erhalten habe, weil seine Videos nachweislich viele Menschen zum Tesla-Kauf animiert hätten. Zudem habe er nach eigenen Angaben auch immer wieder die Möglichkeit gehabt, kostenlos zu laden.

Tesla Model 3 gegen 3er BMW: Zwischen den laufenden Kosten liegen Welten

Zuhause lädt Slye seinen Tesla immer nachts, wenn die Strompreise billig sind – in seinem Fall 7 Dollar-Cents pro Kilowattstunde. Das entspricht rund 1.350 Dollar Stromkosten. Dazu rechnet er im Video die 54 Dollar für das Laden unterwegs und die 900 Dollar für die Installation der Wallbox. Unter dem Strich macht das 2.304 Dollar, also rund 1.920 Euro.

Als Referenz zu seinem Tesla Model 3 zieht Slye einen 3er-BMW aus dem Jahr 2018 heran und verrechnet dessen Verbrauch mit den aktuellen Spritkosten in seiner Region. Sie belaufen sich auf 3,47 Dollar pro Gallone (3,78 Liter). Er kommt zum Schluss: „Um den BMW die gleiche Menge an Meilen zu fahren, würden die Kraftstoffkosten etwa 9.353 Dollar betragen.“ Laut dieser Rechnung sparte Slye innerhalb drei Jahren mit seinem Tesla also 7.049 Dollar, umgerechnet sind das rund 5.870 Euro. In Deutschland dürfte der Vergleich nicht ganz so eindeutig ausfallen, denn hierzulande sind die Strompreise ungewöhnlich hoch.

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