Populärer Stadtflitzer: BMW plant für seine Marke Mini eine umfassende Neuausrichtung.
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Populärer Stadtflitzer: BMW plant für seine Marke Mini eine umfassende Neuausrichtung.

Konzern-Umbau nimmt weiter Fahrt auf

BMW: Münchner Autobauer will Mini radikal verändern – Langfristig haben die Flitzer nur noch eine Antriebsart

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Der Münchner Autobauer BMW plant einen radikalen Umbau bei seiner populären Marke Mini. Erste Details sind am Freitag durchgesickert.

München – Der Münchner Autobauer BMW will Fahrzeuge seiner populären Marke Mini ab 2031 nur noch als Elektroauto verkaufen. Der letzte Mini mit Verbrenner soll 2025 auf den Markt kommen und wahrscheinlich noch bis 2031 angeboten werden - danach werde es ausschließlich vollelektrische Minis geben, keine Verbrenner und keine Hybride mehr, verlautete am Freitag aus Konzernkreisen.

Die entsprechende Neuausrichtung werde BMW-Chef Oliver Zipse auf der Jahrespressekonferenz am kommenden Mittwoch ankündigen, heißt es. Zuvor hatte „Der Spiegel“ darüber berichtet. Damit gehen die Bayern einen ähnlichen Weg wie Erzrivale Mercedes-Benz. Die Schwaben haben ihre nur mäßig erfolgreiche Stadtwagen-Marke Smart ebenfalls komplett auf E-Antrieb umgestellt.

Derzeit hat die BMW-Tochter den in Oxford gebauten Mini Cooper SE als vollelektrisches Modell und den SUV-Mini Countryman als Plug-in-Hybrid im Angebot - alle anderen Modelle fahren mit traditionellen Verbrennern. Mini hatte im vergangenen Jahr gut 292.000 Autos verkauft, davon 11 Prozent mit Hybrid- und 6 Prozent mit E-Antrieb.

BMW: Ab 2027 soll die Hälfte aller Minis mit E-Antrieb kommen

Ende 2023 soll ein vollelektrischer Mini Countryman aus dem BMW-Werk Leipzig auf den Markt kommen sowie ein weiterer vollelektrischer Mini, der mit dem chinesischen Partner Great Wall in China für China gebaut wird. 2027 solle dann bereits die Hälfte des weltweiten Mini-Absatzes mit E-Modellen erzielt werden.

Erst am Donnerstag (11. März) hatte der Konzern überraschend starke Jahreszahlen vorgelegt. Trotz heftiger Turbulenzen infolge der Corona-Pandemie fuhren die Bayern im vergangenen Jahr einen Netto-Gewinn von 3,85 Milliarden Euro ein.

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