BMW-Chef Reithofer tritt für Rettung von Opel ein

München - Der Vorstandsvorsitzende des Münchner Automobilherstellers BMW, Norbert Reithofer, hat vor den Folgen eines Zusammenbruchs des Konkurrenten Opel gewarnt. "Man darf nicht unterschätzen, was passiert, wenn ein großer Hersteller, der mehrere hunderttausend Autos baut, aus dem Gefüge der Branche ausbrechen würde", sagte er dem "Münchner Merkur" (Freitagausgabe).

Dies hätte "gravierende Auswirkungen auf die Zulieferindustrie und somit auf die gesamte Branche".

Generell sprach sich Reithofer dafür aus, neue Fahrzeuge in Deutschland für ein Jahr von der Kfz-Steuer zu befreien und ab Januar 2010 eine CO2-basierte Kfz-Steuer einzuführen. "Wenn gleichzeitig die Hälfte der Fahrzeuge, die älter als 15 Jahre sind, vom Markt genommen würde und dafür eine Verschrottungsprämie gezahlt würde, wäre uns Automobilherstellern auch ohne direkte Subventionen geholfen", sagte Reithofer.

Gleichzeitig warnte Reithofer vor einem Subventionswettlauf. "Mögliche Hilfen für US-Hersteller bergen grundsätzlich die Gefahr, dass ein Subventionswettlauf zwischen den USA und der EU gestartet wird. Das kann nicht in unserem Interesse sein", so der BMW-Vorstandschef. "Dennoch begrüßen wir, dass die Bundesregierung die besondere Lage der Automobilindustrie berücksichtigen will. Wir sind in einer Wirtschaftskrise, die immer größere Teile der Realwirtschaft betrifft. Das muss man ins Kalkül ziehen."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Investor interessiert am insolventen Küchenbauer Alno
Pfullendorf (dpa) - Für die Belegschaft des insolventen Küchenbauers Alno gibt es wieder etwas Hoffnung. In der kommenden Woche würden Gespräche geführt mit einem …
Investor interessiert am insolventen Küchenbauer Alno
BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW
München (dpa) - BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen, im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur …
BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW
Kaufhof-Mutter HBC trennt sich von Chef Storch
Die Warenhauskette Kaufhof steckt in der Krise - wie auch die kanadische Mutter HBC. Nun verlässt HBC-Chef Storch den Konzern. Kaufhof gibt sich gelassen.
Kaufhof-Mutter HBC trennt sich von Chef Storch
EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet
Europa hängt bei Zukunftstechnologien in wichtigen Bereichen hinterher. Doch nach dem jüngsten EU-Gipfel können Online-Shopper und Nutzer des mobilen Internets hoffen.
EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet

Kommentare