BMW-Manager Engel verlegt sich auf Zubehör

- München - Statt ganzer Autos wird er demnächst nur noch Teile davon verkaufen. Karsten Engel, Chef der weltgrößten und erfolgreichsten BMW-Niederlassung, übernimmt die Führung der ATU Auto-Teile-Unger Gruppe in Weiden in der Oberpfalz. Der 46-jährige Engel hat für BMW verschiedene Führungspositionen im In- und Ausland bekleidet. "Wir bedauern den Schritt von Karsten Engel und wünschen ihm für seine neue Aufgabe alles Gute. Herr Engel war 20 Jahre in verschiedenen Funktionen im Konzern tätig und hat immer eine hervorragende Arbeit geleistet", sagte Frank Wienstroth von der BMW-Konzernkommunikation.

Engel, der nach eigener Aussage nach seinem Examen nur eine Bewerbung geschrieben hatte, wurde als Controller im Vertrieb bei BMW eingestellt. Die Niederlassung am Frankfurter Ring im Norden der Stadt gehört auf Platz sechs der Ausbilder Münchens und beschäftigt insgesamt 1500 Menschen.

Engel, der verheiratet ist und zwei Söhne hat, wurde in Hannover geboren, machte in Köln Abitur und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaft. Er leitet die Niederlassung in München seit drei Jahren. Vergangenes Jahr setzte sie 750 Millionen Euro um, im ersten Halbjahr 2005 waren es schon 403 Millionen Euro - bei entsprechendem Absatz.

Die 1985 gegründete Firma ATU beschäftigt 13 000 Mitarbeiter und liefert 140 000 Produkte als Zubehör für nahezu alle Automarken. Der Automobilzulieferer verfügt über 525 Filialen. Im letzten Jahr hat der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) ATU übernommen. Zuvor war der für Mai 2004 geplante Börsengang abgesagt worden.

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