BMW-Niederlassung: Bremsspur nach Rekord

München - Bisher hat sein Unternehmen von der Krise wenig gespürt. Doch Michael Rahe, Leiter der BMW-Niederlassung München, blickt mit gedämpftem Optimismus aufs laufende Jahr.

Er geht davon aus, hinter den Rekordwerten vom letzten Jahr zurückzubleiben. Dabei hat sich die Niederlassung in der heraufziehenden Krise recht gut geschlagen. Während der Konzern in Deutschland nur annähernd an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen konnte, gab die Münchner Niederlassung spürbar Gas: 12 547 ausgelieferte Fahrzeuge der Marke BMW waren ein Plus von 12,7 Prozent, 1397 Minis eines von 6,1 Prozent.

Dabei stachen die kleinsten BMW der 1er-Reihe mit 60 Prozent Zuwachs heraus. Was Rahe daran besonders freut: Das ging nicht zu Lasten der anderen Reihen. Es wurden neue, vorwiegend private Kunden gewonnen.

Auch im laufenden Jahr setzt die BMW-Niederlassung auf attraktive Neuerungen für diese Gruppe. Das Mini Cabrio und der neue Z4-Roadster sollen Zugpferde sein und dabei helfen, Marktanteile hinzuzugewinnen. Doch machte Rahe deutlich, dass er dafür nicht in eine Rabattschlacht ziehen will.

Das Ergebnis sei wichtiger als Zulassungszahlen. Um neue Kunden zu gewinnen, will BMW sich verstärkt um die Fahrer älterer Gebrauchtwagen bemühen, eine bisher weniger beachtete Kundengruppe, wie Konzernsprecher Alexander Bilgeri einräumt. Diese sollen von freien Werkstätten zurückgewonnen werden.

mp

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