Boeing erwägt Tankflugzeug-Stopp - Entscheidung zu EADS-Auftrag

Seattle/Washington - Der amerikanische Flugzeug- und Rüstungskonzern Boeing erwägt die komplette Einstellung seines Tankflugzeug-Programms.

Sollte es bei der jüngsten Vergabe eines milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrages der US-Luftwaffe an den europäischen Rivalen EADS bleiben, seien die übrigen Stückzahlen für das Flugzeug womöglich zu gering, sagte der zuständige Boeing-Manager Mark McGraw dem "Wall Street Journal" am Mittwoch. "Ohne die Basis des Air-Force-Programms ist es sehr schwer, international wettbewerbsfähig zu sein." Boeing habe bei seinen Planungen zur Wirtschaftlichkeit auf das Produktionsvolumen durch den Pentagon-Auftrag gesetzt. Die US-Luftwaffe hatte den Zuschlag für die Lieferung von 179 neuen Tankflugzeugen im Wert von rund 40 Milliarden Dollar Ende Februar überraschend nicht dem bisherigen Lieferanten Boeing erteilt. Für EADS war dies der Durchbruch auf dem bislang weitgehend für heimische Konzerne reservierten US-Rüstungsmarkt. Boeing legte im März Protest ein und nannte die Ausschreibung "schwer fehlerhaft".

Eine Entscheidung des US-Rechnungshofes GAO über die Beschwerde des amerikanischen Herstellers steht unmittelbar bevor. Dem Bericht zufolge könnte die Bekanntgabe noch an diesem Mittwoch erfolgen.

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