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Boing fiebert dem Neustart seines Vorzeigeprojekts "Dreamliner" entgegen.

Flug gemeistert

Boeing fiebert Dreamliner-Neustart entgegen

Everett - Seit fast drei Monaten muss Boeings Vorzeigejet „Dreamliner“ zwangspausieren. Doch ein Neustart rückt jetzt in greifbare Nähe.

Boeings pannengeplagter „Dreamliner“ könnte schon bald wieder in die Luft gehen. Der Langstreckenflieger absolvierte am Freitag seinen sogenannten Demonstrationsflug, um die Zulassung für seine neu konstruierten Batterien zu erhalten. Nun muss noch die US-Flugaufsicht FAA grünes Licht geben.

Der Jet mit dem Logo der polnischen Fluggesellschaft LOT hatte am Vormittag (Ortszeit) vom Werksgelände in Everett nahe Seattle abgehoben und landete nach einer Stunde und 49 Minuten wieder an gleicher Stelle. Boeing erklärte, der Flug sei „ohne besondere Vorkommnisse“ verlaufen.

Nun würden die nötigen Daten zusammengetragen, ausgewertet und an die FAA übermittelt, teilte der Airbus-Rivale weiter mit. Dies passiere in den kommenden Tagen. Die Flugaufsichtsbehörde entscheidet dann letztlich, ob der „Dreamliner“ nach mittlerweile fast drei Monaten Zwangspause wieder in den Liniendienst gehen darf. Bereits beim Testflug waren zwei FAA-Vertreter an Bord.

Die Flugaufseher hatten nach einem Feuer und einem Schmorbrand bei den Batterien von zwei „Dreamlinern“ ein weltweites Startverbot verhängt. Das war Mitte Januar. Zwischenzeitlich hat Boeing die Konstruktion überarbeitet. Die einzelnen Zellen der Batterie werden jetzt besser voneinander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu minimieren. Ein Edelstahl-Gehäuse soll zusätzliche Sicherheit bieten.

Wenn die FAA die Lizenz erteilt, können die 50 bis dato an Kunden ausgelieferten „Dreamliner“ wieder starten, sobald sie umgebaut sind. Der Airbus-Rivale kann dann auch mit der zwischenzeitlich gestoppten Auslieferung neuer Maschinen fortfahren. Fluggesellschaften haben noch 840 der besonders sparsamen Maschinen bestellt. Am Mittwochabend hatte der Mutterkonzern von British Airways überdies angekündigt, weitere 18 „Dreamliner“ zu ordern.

Durch den Auslieferungsstopp beim „Dreamliner“ stagnierte die Zahl der Maschinen, die Boeing im ersten Quartal an seine Kunden übergeben konnte. Der europäische Konkurrent Airbus überholte die Amerikaner daraufhin. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Boeing den Rückstand im restlichen Jahr wieder aufholt. Die Produktion des „Dreamliner“ läuft unvermindert.

dpa

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