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Obwohl es zu Pannen kam, boomt das Dreamliner-Geschäft von Boeing offenbar.

Konzern will Umsatz steigern

Boeing trotz "Dreamliner"-Misere zuversichtlich

Chicago - Der Flugzeugbauer Boeing präsentiert sich trotz der Pannenserie seiner „Dreamliner“-Jets voller Optimismus. Der Konzern visiert eine weitere Umsatzsteigerung an.

Nach einem überraschend starken zweiten Quartal will Konzernchef Jim McNerney Umsatz und Gewinn in diesem Jahr noch stärker steigern als bislang angekündigt. Neben dem Absatz von Verkehrsfliegern floriert auch das Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft, wie Boeing am Mittwoch in Chicago mitteilte.

Für das laufende Jahr erwartet die Boeing-Spitze nun einen Konzernumsatz von 83 bis 86 Milliarden US-Dollar. Das ist eine Milliarde mehr als bislang angekündigt - angetrieben vom Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft. Auch unter dem Strich soll von den Erlösen mehr hängen bleiben.

Von April bis Juni liefen die Geschäfte für Boeing deutlich besser als von Analysten erwartet. Der Umsatz sprang um neun Prozent auf 21,8 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar, 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu trugen Analysten zufolge auch gesunkene Produktionskosten für den „Dreamliner“ bei, nachdem der Flugzeugbauer bei der Herstellung seines jüngsten Modells mehr Routine bekommt.

Der Ärger mit dem Vorzeigejet geht für Boeing unterdessen weiter. Nachdem die Brandgefahr an den Lithium-Ionen-Akkus der gesamten „Dreamliner“-Flotte Anfang des Jahres ein dreimonatiges Flugverbot eingebrockt hatte, steht nun der Notfall-Peilsender in der Kritik. Ein Fehler in dem Bauteil des US-Herstellers Honeywell soll im Juli einen „Dreamliner“ von Ethiopian Airlines am Londoner Flughafen Heathrow in Brand gesetzt haben. Die Untersuchungen laufen noch.

Boeing will in diesem Jahr insgesamt weiterhin 635 bis 645 Verkehrsmaschinen fertigstellen. Die Produktion des „Dreamliners“ sieht das Unternehmen nach der Unterbrechung durch das Flugverbot im Frühjahr inzwischen auf Kurs. In diesem Jahr sollen mehr als 60 Exemplare des „Dreamliners“ an die Fluggesellschaften ausgeliefert werden. Erzrivale Airbus kann seinen größeren Konkurrenzflieger A350 frühestens in einem Jahr erstmals ausliefern. Die Maschine hatte erst im Juni ihren Jungfernflug absolviert.

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