Börse München führt neues Segment ein

- München - Der Prädikatsmarkt ist tot, es lebe "M:access". Die Börse München schafft den Prädikatsmarkt mangels Aktualität zum Jahresende ab und schuf dafür jetzt den M:access, ein Börsensegment für kleine und mittlere Aktiengesellschaften. Zum Handelsbeginn am 1. Juli wechselten die Unternehmen CCR Logistics Systems, Datapharm Netsystems, Jost, Merkur Bank, Phönix Sonnen Strom, S.A.G. Solarstrom, U.C.A. und Value-Holdings in das neue "Qualitätssegment für den Mittelstand". Sechs davon waren zuvor im Prädikatsmarkt gelistet. Der sei nicht mehr passend, die Pflicht zu Bilanzpressekonferenzen und Quartalsberichten sei eine Belastung für kleinere Unternehmen beziehungsweise bei der Vorgabe eines bestimmten Streubesitzes nicht kontrollierbar, sagte Andreas Schmidt, Geschäftsführer der bayerischen Börse.

Erste Börsengänge würden für Juli erwartet. "Unser Ziel mindestens 10 Unternehmen bis Ende des Jahres in M:access zu sehen, werden wir bestimmt erreichen", meinte Schmidt. Die Teilnehmer an M:access verpflichten sich zusätzlich zu den gesetzlichen Regeln, einen Unternehmenskalender auf ihrer Website sowie Kernaussagen des geprüften Jahresabschlusses zu veröffentlichen. Wichtige Unternehmensnachrichten, die geeignet sind, die Kursentwicklung der Aktie zu beeinflussen, sollen unverzüglich ins Internet gestellt und anderweitig veröffentlicht werden. Weiter müssen sie mindestens einmal im Jahr an einer Analysten- und Investorenkonferenz teilnehmen und dürfen keine Jahresgebühren verlangen. Das Grundkapital eines Emittenten in M:access muss mindestens zwei Millionen Euro betragen. Im Internet (www.maccess.de) wird auf der Seite der Börse München dieses Marktsegment mit Links zu den Unternehmensseiten dargestellt.Ziel von M:access sei laut Schmidt, dass kleinere und mittlere Unternehmen am Kapitalmarkt besser wahrgenommen werden: "Wir bieten mittelständischen Unternehmen einen attraktiven Zugang zum Kapitalmarkt und Investoren deutlich verbesserte Informationsmöglichkeiten."

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