Börsen haben Angst vor Spekulationsblase

- Frankfurt - Die Angst vor einer Spekulationsblase und schwächere US-Börsen haben die deutschen Aktien am Mittwoch belastet. Der Deutsche Aktienindex Dax gab um 0,64 Prozent auf 3717,70 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,95 Prozent auf 4332,41 Punkte. Auch für den TecDax ging es um 2,60 Prozent auf 558,27 Punkte nach unten. "Die Angst vor überteuerten Aktienkursen ist der Grund für die derzeitige Konsolidierung am Markt", sagte ein Händler. Hinzu kämen die schwächeren US-Börsen: "Das sorgt ebenfalls für Abgabedruck."

<P>Erneut waren Aktien der Commerzbank wegen Spekulationen über schwächere Zahlen die größten Verlierer im Dax. Mit einem Minus von 4,06 Prozent auf 16,07 Euro schlossen die Anteilsscheine an die Verluste vom Vortag an. Bereits da kursierte das Gerücht, die Bank werde bei der Bilanzvorlage in der kommenden Woche die Erwartungen der Analysten verfehlen. Auch ein Dementi der Bank konnten den Aktien nicht auf die Sprünge helfen.</P><P>Die Papiere von Europas größtem Sportartikelhersteller Adidas-Salomon verloren nach Vorlage der Zwischenbilanz 0,63 Prozent auf 81,99 Euro. Die Zahlen zum dritten Quartal lagen im Rahmen der Erwartungen, sagten Händler. Da das Papier bereits seit Ende Oktober stark gestiegen sei, nähmen die Anleger nun ihre Gewinne mit. Zudem zeigten sich Anleger wegen des anhaltend schwachen Geschäfts in Nordamerika kritisch.</P><P>Die Sorge vor der Kündigung weiterer Kredite drückte die Aktien der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG im MDax um 11,24 Prozent auf 1,50 Euro ins Minus. Am Vorabend hatten die Gläubigerbanken der WCM-Tochter Sirius Beteiligungsgesellschaft die Kredite fällig gestellt, mit deren Hilfe Sirius die Übernahme von 49,9 Prozent der Anteile an der IVG Immobilien AG finanziert hatte.<BR>Am Rentenmarkt fiel der Bund Future um 0,1 Prozent auf 112,42 Punkte. Die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere verharrte bei 4,07 Prozent.</P>

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