Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet

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Börsendebakel für Yahoo - nach Microsoft-Rückzug bricht Aktie ein

New York - Nach der gescheiterten Milliardenübernahme durch Microsoft hat der Internet-Konzern Yahoo ein Börsendebakel erlebt und massiven Streit mit Aktionären heraufbeschworen.

Der in die Kritik geratene Yahoo-Chef Jerry Yang sucht für weiteres Wachstum mit Hochdruck nach Bündnispartnern wie dem Suchmaschinen-Riesen Google. Unter Zugzwang ist aber auch Microsoft: Konzernchef Steve Ballmer will den Softwareriesen auch im Internet zur Nummer eins machen und braucht dafür nach seinem Misserfolg rasch vorzeigbare Ergebnisse. Statt Yahoo nimmt er laut Experten für Übernahmen nun das Internet-Portal AOL und kleinere Web-Firmen ins Visier.

Die Yahoo-Aktie brach am Montag zum US-Handelsstart um fast 20 Prozent auf knapp über 23 Dollar ein. Mehrere Banken senkten bereits ihre Einstufungen des Yahoo-Papiers. Die Microsoft-Aktie profitierte dagegen von der Absage des Geschäfts, das die bei weitem teuerste Übernahme der Konzerngeschichte gewesen wäre. Der Titel gewann gut 2,5 Prozent auf rund 30 Dollar.

Der Windows-Konzern hatte am Wochenende zuletzt 33 Dollar je Yahoo-Aktie geboten. Die Yahoo-Spitze verlangte aber laut Microsoft mindestens 37 Dollar oder insgesamt weit über 50 Milliarden Dollar (32,4 Mrd. Euro). Daraufhin zog Ballmer sein Angebot offiziell zurück. Mit dem Kauf wollte Microsoft die Dominanz des Rivalen Google bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Google bleibt nun vorerst bei Suchanzeigen mit weitem Abstand Marktführer vor Yahoo und Microsoft. Die Google-Aktie stieg um fast 2,5 Prozent auf über 595 Dollar.

Das Angebot hätte für Yahoo-Aktionäre einen Gewinn von mehr als 70 Prozent gegenüber dem Kurs vor der Offerte Ende Januar bedeutet. Großinvestoren äußerten bereits massive Verärgerung über die Yahoo-Führung. Eine Zustimmung wichtiger Anteilseigner zu einem Kaufpreis von etwa 35 Dollar wäre gut möglich gewesen, deutete der zweitgrößte Yahoo-Anteilseigner, der Vermögensverwalter Legg Mason, in einem Interview der "New York Times" an. Sollten die Proteste bis zur in den nächsten Monaten anstehenden Hauptversammlung vehement zunehmen, könnte Yahoo am Ende laut Analysten doch noch zu einem Geschäft mit Microsoft gezwungen werden.

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