Börsenneuling MTU durch Luftfahrt-Wachstum im Aufwind

- München - Der Triebwerksbauer und Börsenneuling MTU setzt nach einem Umsatzplus und einem kleinen Gewinn im ersten Halbjahr auf anhaltendes Wachstum in der Luftfahrtbranche. "Für den weiteren Verlauf des Jahres sind wir optimistisch gestimmt", sagte der Vorstandschef der MTU Aero Engines Holding AG, Udo Stark, in München. Impulse erhofft sich das Unternehmen vor allem im Geschäft mit der zivilen Instandhaltung, wo im Gesamtjahr eine deutliche Umsatz- und Ertragssteigerung zu erwarten sei.

2005 will das Unternehmen, das im Juni an der Börse gestartet war, so auf einen Umsatz von 2,05 Milliarden (Vorjahr: 1,92 Mrd.) Euro kommen. Bereinigt um den Verkauf des Engineering- und Technologie-Dienstleisters Atena entspräche dies einem Umsatzplus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte Stark. Für das Nettoergebnis seien knapp 30 Millionen Euro angestrebt nach einem etwa ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr. Bei den Zielen für das Gesamtjahr habe man vorsichtshalber einen Wechselkurs von 1,30 Dollar je Euro zu Grunde gelegt. An die Aktionäre will das Unternehmen für das laufende Jahr 40 Millionen Euro ausschütten, das entspräche etwa 73 Cent je Aktie.Auf die Zahl der Mitarbeiter von knapp 6800 Ende Juni werde sich dies aber nicht auswirken, erklärte der Vorstandschef. Man werde die Aufträge gegebenenfalls mit Hilfe von flexiblen Arbeitszeiten oder Leiharbeitern abarbeiten.Im ersten Halbjahr verbuchte MTU nach Steuern ein Ergebnis von 6,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 34,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um knapp 14 Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu.

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