Börsenneuling Wacker glänzt beim Gewinn

- München - Der Börsenneuling Wacker Chemie hat im zweiten Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppelt: Das Konzernergebnis kletterte von 30,9 auf 66,5 Millionen Euro, wie der Spezialchemie- Konzern mitteilte. Dank guter Geschäfte in der Halbleiterindustrie stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 830,4 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr erhöhte Wacker Chemie erneut seine Prognose für Umsatz und Gewinn. Demnach soll der Konzernumsatz bis zum Jahresende auf rund 3,3 Milliarden Euro steigen, das wäre ein Plus von rund 20 Prozent. 2005 erzielte das Traditionsunternehmen Erlöse von 2,76 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 608,5 Millionen Euro.

2006 soll das Ebitda auf 730 bis 750 Millionen Euro steigen, was einem Zuwachs von 30 Prozent entspräche. Der Konzern rechnet mit einem stärkeren Absatz von Siliziumscheiben für die Halbleiterindustrie und mit höheren Preisen. Außerdem wird eine weiter positive Entwicklung in der Chemiebranche erwartet. Von April bis Ende Juni stieg das Ebitda auf 195,7 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 7 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte habe das Plus 42 Prozent betragen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um fast ein Drittel auf 111,8 Millionen Euro zu. Der gesamte Quartalsumsatz von gut 830 Millionen Euro verbesserte sich vor allem im Ausland, wo Wacker 80 Prozent der Erlöse erzielt. In Deutschland wuchs der Umsatz um 8 Prozent auf 163,8 Millionen Euro.

"Die anhaltende Ertragsstärke des Konzerns im zweiten Quartal und der verbesserte Ausblick für das Gesamtjahr belegen einmal mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Vorstandschef Peter-Alexander Wacker. Der Konzern war Anfang April dieses Jahres mit einem glänzenden Start an die Börse gegangen -mehr als 90 Jahre nach der Unternehmensgründung im bayerischen Burghausen.

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