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Börsenoptimist rechnet mit goldenem Herbst

- München - Wenn Gottfried Heller, Chef der Münchner Fiduka Depotverwaltung, über die Börse spricht, kann man sich auf zwei Dinge verlassen: Er wird "meinen Freund Kostolany" zitieren und vor Optimismus sprühen. Der langjährige Geschäftspartner des inzwischen verstorbenen Anlegergurus André´ Kostolany erwartet heuer einen goldenen Herbst an den Börsen.

Erstmals seit 25 Jahren befinde sich die Wirtschaft überall auf der Welt synchron im Aufschwung. Die Unternehmensgewinne seien zuletzt deutlich gestiegen. Trotzdem bewegten sich die Börsen im bisherigen Jahresverlauf seitwärts. "Wo sie hinschauen: Es waren magere neun Monate", sagte Heller. Doch das werde nicht so bleiben. Im November wird der US-Präsident gewählt und in der Vergangenheit seien Wahljahre "fast immer gute Börsenjahre" gewesen. Allerdings seien - dem üblichen saisonalen Muster widersprechend - Kursgewinne erst in der zweiten Jahreshälfte angefallen. "Genau danach sieht es derzeit auch für 2004 aus", sagte Heller. Er könne sich einen Stand des Deutschen Aktienindex zum Jahresende bei 4400 Punkten vorstellen.<BR><BR>Nach Hellers Auffassung bleiben die Zinsen niedrig und Aktien langfristig die "einzig attraktive Anlage". Insbesondere in Europa - und hier vor allem in Deutschland - seien die Aktien niedrig bewertet. Legt man die geschätzten Gewinne für 2005 zugrunde, weise der Deutsche Aktienindex ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf aus. "So eine niedrige Bewertung gab es nur Anfang der 80er-Jahre", erklärte Heller. "Angesichts der deutlich steigenden Unternehmensgewinne sind Aktien heute billiger und damit noch attraktiver als am Anfang des Jahres."<BR><BR>Zudem würden die strukturellen Reformen auf Sicht von fünf Jahren "deutlich Früchte tragen". Dies werde sich auch auf die Kursnotierungen niederschlagen. Kurspotenzial sieht Heller unter anderem bei Versicherern wie Allianz und Münchener Rück, bei Bayer, VW, ING, Altria, Merck und ENI.<BR>

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