Böse Überraschung bei Heizkostenabrechnung

- München - Wegen des strengen Winters mit reichlich Schnee hat die BayWa im ersten Quartal dieses Jahres kein Wachstum verzeichnet. "Aber man kann auch diesem Wetter gute Seiten abgewinnen", sagte Wolfgang Deml, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG, München. Mit 250 000 Tonnen Salz habe der Agrar- und Baustoffhändler einen absoluten Rekordabsatz erzielt. Traditionell läuft der Agrarhandel zu Jahresbeginn auf Sparflamme. Wenn die Vegetation mit zwei Wochen Verzögerung wächst, kaufen die Bauern noch nicht viel Saatgut oder Dünger. Mit dem wärmeren Wetter komme das Geschäft in Schwung: "Unsere Leute machen erhebliche Überstunden."

Andere Waren werden in der kalten Jahreszeit stärker gefragt, sprich Heizöl. Deml erwartet, dass es extrem gestiegene Nachzahlungen geben werde. "Das trifft wieder die Kleinen." Im Gegensatz zu den Hausbesitzern wüssten viele Wohnungsmieter noch gar nicht, was an Nachzahlungen auf sie zukomme.

Die BayWa wolle vor allem im Baustoffhandel durch Zukäufe weiter wachsen. Die Steigerung des Konzernumsatzes 2004 beruhe überwiegend aus Akquisitionen und höheren Mineralölpreisen. Die BayWa erzielte bei einem Umsatz von 6,11 Milliarden (Vorjahr 5,89 Mrd.) Euro einen Konzernüberschuss von 31,8 Millionen (23,6 Mio.) Euro. "Wir wollen dem guten Jahr 2004 ein noch besseres Geschäftsjahr 2005 folgen lassen", sagte BayWa-Chef Deml. Die Aktionäre sollen 26 Cent Dividende je Stückaktie (nach 24 Cent im Vorjahr) bekommen.

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