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Bogendruck: Schließt MAN zwei Werke?

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- Offenbach - Die IG Metall hat den MAN-Vorstand aufgefordert, Spekulationen über die Zukunft der defizitären Bogendrucksparte zu beenden. "Die Beschäftigten von MAN Roland an allen Standorten erwarten, dass mit ihren Arbeitsplätzen nicht öffentlich spekuliert wird", sagte der erste Bevollmächtigte der IG Metall, Werner Dreibus. Im Bogenbereich seien seit Ende 2002 schon mehr als 1000 Stellen abgebaut worden. Laut "Welt" plant MAN, die beiden Bogendruck-Werke Mainhausen nahe Offenbach mit 400 Beschäftigten und Geisenheim bei Rüdesheim mit 300 Beschäftigten zu schließen. Es bliebe das Werk Offenbach mit 2600 Beschäftigten übrig.

Es sei noch keine Entscheidung getroffen, hieß es in der Münchner Konzern-Zentrale. Die Beschäftigten der beiden Werke hatten sich geweigert, das Kostensenkungsprogramm 2005/2006 mitzutragen. Alle Optionen würden geprüft, das bedeutet notfalls auch die Schließung. MAN hat wegen der Werbeflaute Absatzprobleme bei Bogendruckmaschinen. MAN-Chef Håkan Samuelsson will 2005 im verlustreichen Bereich eine Ertragswende sehen: "Der Bogendruck muss schwarze Zahlen schreiben", sagte Samuelsson vor wenigen Tagen. Dafür müsse möglicherweise bei Sparmaßnahmen nachgebessert werden. Im Geschäftsbereich Bogendruck fiel 2004 noch ein operativer Verlust von 41 Millionen Euro (2003: - 56 Mio. Euro) an. Die Bestellungen sanken um fünf Prozent

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