Bombardier: Flugzeuge - Erste Hilfe aus München

Garching - Die Münchner Flughafenregion erfährt eine weitere Aufwertung: Bombardier, der drittgrößte Zivilflugzeughersteller der Welt, baut ab September diesen Jahres im Business-Campus in Garching eines von weltweit vier regionalen Kundenbetreuungszentren auf.

Es wird die erste Anlaufstelle für 61 europäische Fluggesellschaften mit derzeit insgesamt 525 Flugzeugen von Bombardier.

 Die Zentren sind Teil einer neu aufgestellten globalen Kundenbetreuungsstrategie von Bombardier Aerospace, die zum Ziel hat, durch möglichst zügig organisierte Hilfe unter anderem bei der Beschaffung von Ersatzteilen die Ausfallzeiten von Flugzeugen so gering wie möglich zu halten.

Mit dem Standort Garching setzt der Konzern aus Kanada vor allem auf die zentrale Lage des Münchner Flughafens in Europa. Der Einzugsbereich des "Munich regional support office" umfasst außer dem äußersten Norden und Russland ganz Europa. Auch Afrika wird auf absehbare Zeit von München aus betreut. Weitere regionale Zentren soll es in Japan, Australien und Lateinamerika geben.

Für das Münchner Zentrum wird Bombardier eine Büroetage im fünften Stock des neuen Gebäudekomplexes in der Universitätsstadt beziehen, der auf halbem Weg von der Münchner Innenstadt zum Flughafen liegt. Nachbarn sind bislang vor allem jüngere IT-, Entwicklungs- und Beratungsunternehmen. Allerdings haben sich auch zwei internationale Konzerne, der US-Technologiekonzern General Electric mit seinem europäischen Forschungszentrum und der Baumaschinengigant Caterpillar mit seinem deutschen Vertriebspartner Zeppelin in Garching angesiedelt.

Der kanadische Flugzeughersteller mit Tochterunternehmen unter anderem in Großbritannien und den USA, baut bisher unter anderem Geschäftsreiseflugzeuge (Learjet) und vor allem Regionalflugzeuge. Er will aber mit seiner geplanten neuen C-Serie in den größeren Markt der mittelgroßen Passagiermaschinen einsteigen, den sich bisher noch Airbus mit den Baureihen A318 bis A321 und Boeing mit der 737 aufteilen.

Dabei planen die Kanadier in diesem Segment die bereits in die Jahre gekommenen Flugzeuge der beiden Großen der Branche mit modernster, vor allem auch energiesparender Technologie auszustechen. Airbus und Boeing, die wegen Entwicklungs- und Produktionsverzögerungen bei den neuen Langstrecken- und Großraumflugzeugen ihre gesamten Entwicklungskapazitäten auf diesen Bereich konzerntrieren müssen, haben entsprechende Pläne für die kleineren Flugzeuge vorerst zurückgestellt.

 

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