Borussia Dortmund steigert Konzerngewinn

- Dortmund - Borussia Dortmund hat sich im vergangenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone gekickt. Im Jahr nach der Meisterschaft vervierfachte das einzige börsennotierte deutsche Fußballunternehmen seinen Gesamtgewinn auf 3,36 Millionen Euro. Eine Dividende könne wegen börsenbedingter Verluste nicht gezahlt werden, sagte Vereinspräsident Gerd Niebaum bei der Vorstellung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2002/2003.

<P>Der Umsatz des Fußball-Konzerns stieg von 150 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2001/2002 auf 162 Millionen Euro. Niebaum begründete das Wachstum mit der starken Zuschauerresonanz und einer Steigerung der Einnahmen aus dem Sponsoring um gut 60 Prozent auf knapp 45 Millionen Euro. Allein aus der Fernseh-Vermarktung der Spiele flossen rund 50 Millionen Euro in die Vereinskasse.</P><P>56 Millionen Euro habe der Verein im Vorjahr in neue Spieler investiert, sagte BVB-Geschäftsführer Michael Meier. In der Bilanz wird der Wert der Spieler mit 55,3 Millionen Euro verbucht.</P><P>Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Borussia Dortmund nach der verpassten Teilnahme an der Champions-League mit verminderten Einnahmen. Mit Gehaltskürzungen bei den Spieler sowie mit einem umfassenden Kostensenkungsprogramm will der Verein dem entgegentreten. Durch die Transfers, wie den von Torwart Jens Lehmann zu Arsenal London, seien bereits "namhafte Erlöse" erzielt worden.</P><P>Zuversichtlich zeigte sich Niebaum auch bei den Zuschauerzahlen im vereinseigenen Westfalenstadion. Es ist mit 83 000 Plätzen die größte Fußballarena in der deutschen Spitzenliga. Mit 1,45 Millionen Zuschauern bei den Heimspielen in der vergangenen Saison zähle der BVB zu den drei bestbesuchten Clubs in Europa.</P><P>Niebaum hofft auf mehr Erlöse im Pay-TV. "Die uns gebotenen 150 Millionen Euro von Premiere sind uns zu wenig", betonte der Vereinschef. Premiere wachse durch den Fußball, nicht durch Spielfilme. Deshalb müssten nach seiner Ansicht die Lizenzgebühren um 20 Prozent steigen. Für den Fall einer Verweigerung von Premiere kündigte Niebaum die gelbe Karte an.</P><P>Nach der Übernahme des Deutsche Bank-Aktienpaketes durch den Verleger Norman Rentrop geht Borussia Dortmund davon aus, dass die Aktie an der Börse besser bewertet wird.</P>

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