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Bosch setzt auf Barack Obamaas Wende bei der Umweltpolitik in den USA. Bei der Windenergie stehen die Vereinigten Staaten jetzt schon auf Platz 1.

Bosch setzt in den USA auf Obamas Wende in der Umweltpolitik

Stuttgart - Der Technologiekonzern Bosch setzt in den USA auf den von Präsident Barack Obama eingeleiteten Wandel bei der Umweltpolitik.

Bosch-Geschäftsführer Peter Marks sagte der Nachrichtenagentur AP in Stuttgart , der Markt sei sehr attraktiv. Die Nachfrage nach umweltfreundlicher und sparsamer Technik werde in den USA weiter rasant steigen.

Im Jahr 2012 sollten zehn Prozent und 2025 gar 25 Prozent der amerikanischen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Um diese Ziele zu erreichen, stelle die Regierung 25 Milliarden US-Dollar aus dem Konjunkturpaket für erneuerbare Energien zur Verfügung, erläuterte der Manager: “Ganz klar, wir erwarten einen zusätzlichen Nachfrageschub für Produkte zur Nutzung regenerativer Energien.“

USA bei Windenergie vor Deutschland

Marks warnte davor, das Engagement der Vereinigten Staaten im Bereich der alternativen Energien zu unterschätzen. “Bereits 2008 haben die USA mit großem Abstand die weltweit höchste Windenergieleistung neu installiert und liegen jetzt vor Deutschland auf Platz 1 der Windenergienutzung.“

Unterstützt werde diese Entwicklung durch umfangreiche Förderprogramme und Steuererleichterungen des Gesetzgebers. Nicht nur der Windenergiemarkt habe bereits davon profitiert, auch der Immobiliensektor. “Ein Hauseigentümer kann heute bis zu 30 Prozent oder 7.000 US-Dollar sparen, wenn er eine Wärmepumpe zur Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser verwendet“, berichtete Marks.

Unabhängiger von der Kraftfahrzeugsparte

Bosch will sich unabhängiger von der bislang so wichtigen Kraftfahrzeugsparte machen und setzt deshalb seit Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien. Im vergangenen Jahr habe der Konzern mit Erzeugnissen wie Elektrowärmepumpen, solarthermischen Anlagen, Photovoltaikprodukten sowie Wind- und Meeresenergiesystemen erstmals die Grenze von 1 Milliarde Euro Umsatz erreicht. “Für dieses Jahr erwarten wir trotz aller konjunkturellen Turbulenzen eine ähnliche Größenordnung“, sagte der Geschäftsführer.

Die Wirtschaftflaute bekommt der Stuttgarter Konzern in dem relativ neuen Bereich trotzdem zu spüren. In diesem Jahr verlangsame sich das weltweite Wachstum der Windenergie, da vor allem im größten Einzelmarkt USA die Finanzierung auch bereits geplanter Windparks durch die Finanzkrise massiv erschwert werde, ebenso aber auch in Europa.

“Mittel- bis langfristig sehen wir den Markt der Windenergie mit guten Wachstumschancen und wir halten deshalb auch am Ausbau unserer Fertigungskapazitäten in allen Regionen fest“, sagte Marks. Bosch setzt auch auch die Solarenergie. Der globale Photovoltaikmarkt werde sich aus heutiger Sicht bis 2012 auf 200 Milliarden Euro verfünffachen, meinte der Manager.

AP

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