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Bosch strebt Mehrheit bei BSH an

Stuttgart/München - Beim Hausgeräteriesen Bosch Siemens könnte sich laut eines Medienberichts eine Mehrheitsübernahme durch den Stuttgarter Technologiekonzern Bosch anbahnen.

Bosch wolle den Anteil von Siemens ganz oder teilweise übernehmen, sofern Siemens dazu bereit sei, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in seiner Samstagausgabe. Weder Siemens noch Bosch wollten sich zu dem Bericht äußern. Man kommentiere keine Spekulationen, hieß es bei beiden Unternehmen. Bislang halten Siemens und Bosch jeweils die Hälfte an der gemeinsamen Hausgerätetochter.

Für Bosch würden Hausgeräte zu einem strategisch bedeutenden Geschäft, schreibt die „FAZ“, weil sich die Stuttgarter mit intelligenten Hausgeräten neue Chancen abseits des Autozuliefergeschäfts erhofften. Im Gegenzug zählten die Hausgeräte bei Siemens nicht mehr zum Kerngeschäft.

Bosch sieht sich im „Internet der Dinge“ als wichtiger Mitspieler. Dabei sei nicht ausgemacht, wer die wichtigste Rolle übernehme - „IT-Unternehmen oder Unternehmen, die sich gut mit Dingen auskennen“, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner der „Welt am Sonntag“. Aktuell zeige sich, „dass sich IT-Unternehmen doch noch schwer mit der Welt der Dinge tun“ und Bosch müsse „keine Angst vor Google haben“. Anfang 2014 hatte Google für mehr als 3 Milliarden Dollar den Hersteller vernetzter Thermostate, Nest, gekauft und war damit in den heiß laufenden Markt der vernetzten Dinge vorgeprescht.

Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) hat nach vorläufigen Angaben aus dem April im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 10,5 Milliarden Euro erzielt - wegen einer teuren Reparaturaktion für Geschirrspüler allerdings mit gedämpftem Gewinn. Derzeit sieht sich der Hersteller, zu dem neben den Marken Bosch und Siemens unter anderem auch Gaggenau, Neff, Constructa und Thermador gehören, als europäischer Marktführer und Nummer drei weltweit hinter Whirlpool und Electrolux. Das Unternehmen hat weltweit rund 50 000 Beschäftigte, davon über 15 000 in Deutschland.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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