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In seinem allgäuer Werk in Blaichach will Bosch 340 Mitabriter entlassen.

Bosch will 340 Stellen im Allgäu abbauen

Blaichach - Mit Bestürzung haben die Mitarbeiter am Allgäuer Standort des Automobilzulieferers Bosch auf den angekündigten Abbau mehrerer hundert Arbeitsplätze reagiert.

“Das ist ein harter Schlag für unseren Standort“, sagte Betriebsratsvorsitzender Dieter Lochbihler am Montag. Die Stimmung bei den 3300 Mitarbeitern am Standort Blaichach im Oberallgäu sei getrübt. Vergangene Woche hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart bekanntgegeben, dass in Blaichach bis Anfang 2013 rund 340 Stellen wegfallen. “Die Mitarbeiter sind geschockt, es sind auch Tränen geflossen“, sagte Lochbihler. Obwohl nur ein bestimmter Bereich von dem Stellenabbau betroffen ist, mache sich am gesamten Standort Unsicherheit breit.

Betroffen ist in erster Linie die Zündspulenfertigung im Allgäu, die nach Unternehmensangaben schrittweise auslaufen soll. Mit dem Stellenabbau reagiere man auf die schwierige wirtschaftliche Situation in der Automobilindustrie, hieß es. Ursache dafür sei neben der aktuellen Konjunkturkrise vor allem der hohe Wettbewerbs- und Kostendruck auf den internationalen Märkten. Auch in anderen Bereichen des Allgäuer Werks wie der Herstellung von Druckreglern und -dämpfern sowie in der Fertigung von Sensoren, ABS- und ESP-Systemen sollen Arbeitsplätze angepasst werden.

Wie ein Unternehmenssprecher am Montag sagte, soll es am Bosch- Standort Blaichach keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Stattdessen wolle man ausschließlich sozialverträgliche Lösungen auf freiwilliger Basis finden, die bis Anfang 2013 schrittweise umgesetzt werden sollen. So sollen die betroffenen Mitarbeiter intern versetzt werden, in den Vorruhestand gehen oder Abfindungen bekommen.

dpa

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