„Deepwater Horizon“ belastet weiter

BP mit Gewinneinbruch

London - Der Ölkonzern BP kämpft noch immer mit den Folgen der Katastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Der Gewinnrückgang im dritten Quartal fällt dennoch geringer aus als befürchtet.

Europas zweitgrößter Ölkonzern BP hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Der bereinigte Gewinn fiel um etwas mehr als ein Viertel auf 3,7 Milliarden US-Dollar (2,7 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Die Ölpreise blieben zwar im Vergleich zum Vorjahr praktisch stabil, die Margen im Raffineriegeschäft entwickelten sich jedoch deutlich schlechter. Auch im Upstream-Geschäft - der Erschließung und Förderung von Öl und Erdgas - sanken die Gewinne.

Dennoch übertrafen die Briten die Schätzungen von Analysten, die einen stärkeren Gewinneinbruch erwartet hatten. Seinen Aktionären will BP eine um knapp sechs Prozent höhere Quartalsdividende von 9,5 US-Cent je Aktie zahlen. An der Börse ging es für BP am Morgen nach oben.

Bis zum Jahresende 2015 will der Konzern weitere Geschäftsteile abstoßen und so rund 10 Milliarden Dollar erlösen. Diese sollen dann vor allem für weitere Aktienrückkäufe genutzt werden. Im nächsten Jahr sollen wie im laufenden Jahr 24 bis 25 Milliarden Dollar investiert werden.

Der Ölkonzern hat auch drei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko mit den finanziellen Folgen zu kämpfen. Bis Ende des dritten Quartals beläuft sich die gesamte Vorsteuerbelastung für BP auf 42,5 Milliarden Dollar. Bei der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko am 20. April 2010 waren elf Menschen ums Leben gekommen. 87 Tage lang liefen bis zu 4,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl ins Meer.

dpa

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